21 Jugendliche fanden sich am Donnerstag bei der Stadtfeuerwehr zu einem Erlebnistag ein.
Zunächst konnten die Schüler im Feuerwehrmuseum einen Blick in die Vergangenheit werfen und dabei anhand der vielen historischen Exponate von Sigrid Mager erfahren, wie aufwendig und schwierig der Feuerschutz früher zu bewerkstelligen war.


Behälter fasst über 4000 Liter

Ein krasser Unterschied ergab sich dann für die Jugendlichen, als sie die modernen Feuerwehrlöschfahrzeuge im großen Gerätehaus in Augenschein nehmen durften. Die Schüler lernten dabei die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge kennen. So ist das Tanklöschfahrzeug TLF 4000 mit einem Löschwasserbehälter von über 4000 Litern vor allem für einen raschen ersten Löschangriff bei Brandeinsätzen geeignet, während das Löschgruppenfahrzeug HLF 40/2 mit einer Besatzung von neun Feuerwehrleuten die Löschwasserversorgung über das öffentliche Hydrantennetz gewährleistet. So zeigte der Kommandant Andreas Lehe den wissbegierigen jungen Leuten die vielen in dem Fahrzeug neben Schläuchen und Strahlrohren vorhandenen Geräte wie Stromerzeuger, Rettungsschere, Trennschleifer und Motorsäge.
Großes Interesse fand selbstverständlich die Drehleiter. Fast alle wollten im Rettungskorb auf über 30 Meter Höhe hochgefahren werden, um einen Ausblick auf die ganze Stadt zu erleben. Über viele Treppenstufen hoch hinaus ging es auch bei der Besichtigung des Schlauchturmes, in dem die Schläuche nach dem Einsatz und anschließender Reinigung zum Trocknen aufgehängt werden. Die Kinder erfuhren auch, wie sich ein Feuerwehrmann mit einem umluftunabhängigem Atemschutzgerät vor giftigen Rauchgasen schützen kann. Auch eine Wärmebildkamera, die unter anderem zum Aufspüren von Glutnestern bei Bränden dient, konnten die Kinder testen.
Es gab nicht nur viel zu sehen, sondern die Teilnehmer durften auch selbst in Aktion treten. Viel Spaß bereitete das Spritzen mit dem Strahlrohr. Dabei mussten sie die auf der Spitze von drei Pylonen liegenden Tennisbälle jeweils mit einem gezielten Wasserstrahl abräumen.
Zum Abschluss stand noch eine Motorbootfahrt auf dem Main auf dem Programm. Ab schließend gab's eine Brotzeit.