Mehrere Tausend Euro Bargeld ergaunerten am Dienstag bislang Unbekannte bei einem Ehepaar mit dem sogenannten Enkeltrick. Beamte des Fachkommissariats der Kripo Coburg ermitteln und suchen Zeugen.
Bei dem Enkeltrick nutzen die Täter die Arglosigkeit und Hilfsbereitschaft der meist älteren Menschen aus, indem sie bei den Telefongesprächen geschickt ein Verwandtschaftsverhältnis vorgaukeln. Sobald eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen ist, täuschen die Betrüger beispielsweise eine erfundene Notlage oder dringende Investition vor, für die sie umgehend eine größere Geldsumme brauchen.


Junge Frau klingelt

So passierte es auch einem über 80 Jahre alten Ehepaar in einem Wohnanwesen in der Straße Vogtei, das ab Dienstagmittag mehrere Anrufe einer Frau erhielt. Diese täuschte geschickt vor, die Enkelin zu sein und gab schließlich unter einem Vorwand an, dringend einen größeren Geldbetrag zu brauchen. Die hilfsbereiten Eheleute sagten der "Verwandten" die finanzielle Unterstützung zu, worauf am Nachmittag eine junge Frau an der Haustür klingelte. Die betagten Bewohner übergaben ihr eine niedrige, fünfstellige Bargeldsumme und die Unbekannte verschwand sogleich wieder. Erst am späten Nachmittag kam der Betrug ans Licht und Angehörige verständigten die Polizei.
Die Geldabholerin wird wie folgt beschrieben: ungefähr 20 bis 25 Jahre alt, geschätzte 160 bis 165 Zentimeter groß, sehr schlank, dunklere Hautfarbe, bekleidet mit dunkler Kleidung und einer schwarzen Strickmütze. Die Kripobeamten bitten um Mithilfe und fragen: Wem ist am Dienstag um die Mittagszeit eine Frau mit obiger Beschreibung aufgefallen, die im unteren Bereich des Marktplatzes telefoniert hat? Wer hat um die Mittagszeit bis zum Nachmittag Wahrnehmungen in der Straße "Vogtei" gemacht? Wer hat verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge im Bereich des Marktplatzes oder der Straße Vogtei bemerkt? Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Coburg unter der Telefonnummer 09561/645-0 in Verbindung zu setzen.


Tipps der Polizei

Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch, wenn sich eine Person am Telefon als Verwandter oder Bekannter ausgibt, sich selbst nicht mit Namen meldet und Geldforderungen stellt. Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse. Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen. Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, beispielsweise nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf die Beantwortung. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. red