Die Sonne schien, als die Gratulanten Adolph und Theresia Stiegler aus Niedermirsberg zur diamantenen Hochzeit beglückwünschten. "Das kommt nicht oft vor, dass Leute 60 Jahre verheiratet sind", bemerkte die Ebermannstadter Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) und überreichte Blumen und ein Geschenk.

Und auch Rosi Kraus (CSU), stellvertretende Landrätin, war gekommen, um die Glückwünsche des Landkreises Forchheim zu übermitteln. Im Mai war Theresia Stiegler 80 Jahre alt geworden, ihr Mann im März 81 Jahre. Beide sind in Niedermirsberg geboren und kennen sich deshalb schon lange.

"Man hat sich halt gern gesehen. Dann ist das so gekommen", sagt die Jubelbraut und zitiert ihre Mutter: "Heiratest du übern Mist, dann weißt' wer du bist." Theresia Stiegler ist eine geborene Stiegler: "Wir waren aber nicht verwandt." Ihr gefiel der junge und fitte Adolph. Ihm gefiel ihr Temperament. Nach der Hochzeit zogen sie erst zu ihren Eltern. Sie bekamen fünf Kinder, drei Söhne und zwei Töchter, und haben mittlerweile elf Enkel und sechs Urenkel.

Am Heiligabend 1966 zogen die beiden mit den ersten beiden Söhnen ins neue Haus. Am Abend vorher hatte die schwangere Theresia Stiegler noch Mörtel von den Fenstern entfernt. Durch die viele Anstrengung kam der dritte Sohn ebenfalls an Heiligabend zur Welt. "Das war eine Gaudi", bemerkt die Jubelbraut und wird traurig, denn dieser Sohn starb vor ein paar Monaten. Die beiden tanzen gern, deshalb hatten sie Musik für das Fest ihrer diamantenen Hochzeit bestellt. Doch daraus wurde nun nichts, denn das Jubelpaar ist tief traurig.

Adolph und Theresia Stiegler haben viel gearbeitet in ihrem Leben und sich um viele Kinder gekümmert. Adolph Stiegler war Brieftaubenzüchter und ist Mitglied im Kriegerverein. Nach der Arbeit half er bei Bauarbeiten. Wenn in ihrem Leben etwas zu kurz gekommen ist, dann ist das der Schlaf.