Eine lange und zugleich komplizierte Saison für den TV Ebern in der Handball-Bezirksoberliga neigt sich dem Ende entgegen. Am Samstag steht das vorletzte Spiel und der letzte Heimauftritt der Spielzeit 2018/19 an. Zu Gast ist die zweite Mannschaft des HSV Hochfranken.

Bezirksoberliga

TV Ebern - HSV Hochfranken II

Die Ostoberfranken stiegen im vergangenen Sommer aus der Bezirksliga auf und machten schon früh deutlich, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen. Zahlreiche zunächst überraschende Punktgewinnen wie in Rödental, Marktleuthen oder Bamberg folgten weitere überzeugende Erfolge, die den HSV im sicheren Tabellenmittelfeld etablieren ließ. Dies bekam der TV Ebern auch im Hinspiel zu spüren, als er in einem wahren Offensivspektakel mit 36:37 den Kürzeren zog.

Die Gäste verfügen über einen bunt gemischten Kader mit großer Alterspanne. Darin sind einerseits viele junge Nachwuchskräfte, die der bekannt guten Jugendarbeit des HSV Hochfranken entstammen und durch die zweite Mannschaft an den Männerbereich herangeführt werden. Andererseits wird das Team auch weiter geleitet von erfahrenen Akteuren wie Najman, Becker oder Baumann. Die Stärken des Teams sind vor allem im Offensivbereich zu finden, insbesondere das Spiel über Kreisläufer Lukas Kempf bereitete den Ebernern im Hinspiel einige Schwierigkeiten.

Trotz der guten Saison wird der Tabellenfünfte wohl den bitteren Zwangsabstieg in Kauf nehmen müssen, da aktuell alles darauf hindeutet, dass die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft aus der Landesliga absteigen wird. Da auch der zehnte Tabellenplatz für den TVE nahezu zementiert scheint, ist es sicherlich ein Spiel um die vielzitierte "goldene Ananas". Dennoch wollen die Eberner den Schwung des Heimsieges der vergangenen Woche gegen Hallstadt nutzen und das Punktekonto nochmals etwas füttern, um diese schwierige Spielzeit doch mit einem guten Gefühl zu Ende gehen zu lassen. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, beweist ein Blick auf die Ausfallliste. Die Mannschaft stellt sich nach den sicheren Ausfällen von Feldmann, Haberl und Görtler sowie den mit Fragezeichen versehenen Ruppert und Lutter vor allem auf der rechten Seite quasi von selbst auf.

Jugend rückt nach

Doch muss dies vor allem mit Blick auf die Zeit nach dieser Saison kein Nachteil sein. Auch die Gäste geben ihren Nachwuchskräften zum Saisonende hin mehr Spielzeit, so dass der Eberner Coach Kammer diesem Beispiel wohl folgen wird bzw. muss. Perspektivisch macht dieser Umstand gewiss auch Sinn, denn altersbedingt wechseln die A-Junioren zur kommenden Saison in den Männerbereich. Somit könnte man gerade ihnen, die die Zukunft im Herrenbereich darstellen, erste Erfahrungen in Oberfrankens höchster Spielklasse ermöglichen. Nembach oder Til Batzner gehen dabei bereits mit gutem Beispiel voran. Kurzfristig bleibt natürlich dennoch das oberste Ziel, beide Punkte in Ebern zu behalten und sich versöhnlich von seinem treuen Heimpublikum zu verabschieden. di