Bernhard Panzer Es wird weiter eifrig gebaut, in Herzogenaurach und seinen Ortsteilen. Vor allem auf der Herzo Base boomt in den Bauabschnitten zwei und drei der Wohnungsbau. Mehrere Bauanträge, die der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung behandelte, bezogen sich auf den neuen Stadtteil.

Es sind klangvolle Straßennamen, die dort oben auf dem Gelände der ehemaligen Militärkaserne entstehen. Graf-von-Stauffenberg, Bertolt Brecht, Georg Elser - das sind nur drei berühmte Namensgeber. "Das sind die Namen, an die wir uns gewöhnen müssen", sagte Bürgermeister German Hacker. Und korrigierte etwas: "An die wir uns gerne gewöhnen." In der Sitzung ging es um Einfamilien- und Doppelhäuser. Zumeist fielen diese unter die Genehmigungsfreistellung. 650 Menschen sind es nach Hackers Aussage bereits, die dort in den neuen Bauabschnitten leben.

Schlittenhügel

An der Bertolt-Brecht-Straße fehlt noch ein Lärmschutzwall zum Bolzplatz hin, wurde in der Sitzung erläutert. Konrad Körner (CSU/JU-Fraktion) befürchtete, dass daraus quasi ein Hügel werden könnte, auf dem die Jugendlichen feiern. Das soll es nicht werden, erklärte Bürgermeister Hacker. Der Wall werde ganz normal bepflanzt, außerdem soll auch kein Weg hinauf führen. Als Schlittenhügel im Winter wäre er aber sehr wohl geeignet, ergänzte Renate Schroff (SPD).

Im neuen, dritten Bauabschnitt entstehen größere Objekte. In der Nürnberger Straße, dem südlichen Tor zum Stadtteil Herzo Base, sind zwei stattliche Mehrfamilienhäuser vorgesehen Dort sollen 21 respektive 18 Wohnungen entstehen.

Aber auch in den Ortsteilen, vornehmlich waren es diesmal südlich von Herzogenaurach gelegene Dörfer, werden Bagger und Kräne das Bild prägen. In Steinbach sollen größere freie Flächen entlang der Steinbacher Straße bebaut werden. Dem Bauausschuss lag ein Antrag auf Vorbescheid vor. Es geht darin um den Bau von vier Einfamilienhäusern und sechs Doppelhäusern. Viele Jahre habe das Vorhaben dort geschlummert, sagte Bürgermeister Hacker. Die Möglichkeit dort zu bauen, wurde 1996 im Zuge der Ortsabrundung gegeben.

Die Bauwerber hatten eine Reihe von Fragen eingereicht, die von der Verwaltung sorgfältig beantwortet wurden, mit dem Ergebnis, dass man den Plänen wohl zustimmen könne. Ein Punkt erschien besonders wichtig: Die Müllstandorte sollten so angeordnet werden, dass eine ordnungsgemäße Entsorgung sichergestellt und vor allem auch die Verkehrssicherheit gewährleistet sei.

Ebenfalls in Steinbach wurde dem Bau eines Einfamilienhauses zugestimmt. Damit wird am Ortseingang,von Burgstall kommend, eine Lücke geschlossen, wie Hacker sagte. Somit entstehen in der Summe der beiden Anträge aus der letzten Sitzung Wohnungen für elf Familien. Bei derzeit 85 Einwohnern (Stand Juli 2020) ist das ein erheblicher Anstieg.

77 Meter lange Halle

In Zweifelsheim wird in der Mausdorfer Straße eine Maschinen- und Bergehalle errichtet, auf dem Gelände eines großen landwirtschaftlichen Betriebs mit Biogasanlage. Die Halle werde mit 77 Meter Länge "ein Brummer", wie Hacker anmerkte.

In Hauptendorf darf ein hinter der Bäckerei Kreuzer gelegenes Gebäude teilabgebrochen werden. Geplant ist der Umbau zu Wohnung und Garage. Dem Gremium lag ein Antrag auf Vorbescheid vor.