Der langjährige Vorstand des Bahnhofs Bamberg ist tot. Dieter Stüllein starb nach längerer Krankheit im Alter von 70 Jahren. Er wurde auf eigenen Wunsch im Kreis seiner Eisenbahner-(Familie) in Coburg beigesetzt.
Die Eisenbahner Kameradschaft 1897 Breitengüßbach erinnert in einem Nachruf an Stüllein, den viele Bamberger gekannt haben. Er war nach Gründung der Deutschen Bahn AG im Januar 1994 und bis Dezember 2000 als Bahnhofsmanager für weite Teile Oberfrankens zuständig. In seine Amtszeit fielen die Neugestaltung der Bahnhöfe Lichtenfels und Bamberg.
Das Eisenbahnfest im September 1984 zum Jubiläum "140 Jahre Eisenbahn in Bamberg" hatte die Region unter der Regie des begeisterten Eisenbahners Stülleins mit Sonderfahrten und Fahrzugausstellungen gefeiert.
Stüllein war Vorsitzender der Eisenbahner-Kameradschaft 1897 Breitengüßbach und dem Verein Jahrzehntelang verbunden. Zahlreiche Bahnkunden bringen den Namen Stülleins und der Eisenbahner aus Breitengüßbach in Verbindung mit Sonderzügen aller Art: ob zu Faschingspartys, Pilger- und Seniorenreisen, zu Weihnachtsmärkten oder Gemeindeausflügen - der Halt der Sonderzüge in Breitengüßbach war obligatorisch. Dort stieg Dieter Stüllein stets mit frischem Leberkäse zu, der sogleich an die Reisegesellschaften verteilt wurde. Der Verstorbene war ein Förderer der Eisenbahn in Oberfranken und kompetenter Ansprechpartner für Kommunalpolitiker, wie auch für die Sorgen der Bahnkunden. Höhepunkt seines Wirkens war die Initiative zur Wiedereröffnung der seit 1945 unterbrochenen Bahnlinie von Coburg nach Sonneberg in Thüringen im Jahr 1991.