Königsberg — Seit vielen Jahren lädt die Schlossberggemeinde Königsberg zu einer Coburgwanderung ein. "Wanderung" ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, denn es sind nahezu 45 Kilometer, die es auf dem ehemaligen Amtsbotenweg zwischen Königsberg und Coburg an einem Tag zurückzulegen gilt.
In diesem Jahr jährte sich die Wanderung zum 49. Mal. Zurück geht sie auf eine Coburger Wette um ein Fass Bier, das in Coburg bereit stehen würde, wenn die Königsberger diese Strecke an einem Tag schaffen würden. Eine Wette, die die Königsberger damals gewannen.
Inzwischen wird auch ohne den Anreiz eines Fasses Bier gewandert. In diesem Jahr waren es 39 Wanderer, die um 6 Uhr am Morgen auf dem Königsberger Marktplatz von Bürgermeister Claus Bittenbrünn und Burgvogt Eddi Klug nach dem Gruppenbild auf der Treppe zum "Goldenen Stern" auf den langen Weg nach Coburg geschickt wurden.
Die Wanderer führte es zuerst nach Leuzendorf, wo sie von den Geschwistern Appel zu einer Brotzeit empfangen wurden. Um 13 Uhr erreichte die Gruppe Seßlach, wo sie vom Team des "Roten Ochsen" verköstigt wurde. Über Krumbach marschierten die Wanderer weiter nach Eicha, wo es zum Leid vieler keinen Kaffee und Kuchen gab. Die Wanderführer mussten selber für Getränke sorgen. Beim einzigen "Coburger Wanderer" wurden ein paar Biergarnituren aufgebaut, sodass man eine kurze Pause machen konnte.
Es war kurz vor 18 Uhr, als die Wanderer von Burgvogt Eddi Klug auf dem Coburger Marktplatz empfangen wurden. Klug überreichte im "Münchner Hofbräu" dem ältesten Teilnehmer, Manfred Brenzel, und dem jüngsten Teilnehmer, Sebastian Lediger, ein kleines Geschenk. Sein Dank richtete sich vor allem an die zwei Königsberger Wan derführer Erich Schulz und Udo Grieser.
Die Gruppe hofft auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. sn