Da Weihnachten in diesem Jahr doch erheblich anders war, und aus Sicherheitsgründen keine Kinderkrippenfeier stattfinden konnte, hatte sich das KiKi-Team Cornelia, Susanne, Teresa, Dina, Katherina und Eugenia in Absprache mit Pfarrer Martin Emge etwas ganz Anderes ausgedacht. Um die AHA-Regel auch immer einhalten zu können, machte man sich die vielen Wege um und in Kersbach zu nutze. Im Begleitheft zum Kersbacher Weihnachtsweg wurde nochmals ausdrücklich auf die Beachtung der Corona-Regeln hingewiesen.

Für die Kinder war klar: "An Weihnachten wurde Jesus geboren, und so darf das Christkind auf keinen Fall fehlen und musste gefunden werden."

Begonnen hat der Weg am Kersbacher Pfarrheim, an dem sich die Kinder und die beiden Figuren in der Geschichte, Jakob und Greta, auf den Weg machten. Auch Maria und Josef hatten sich auf den Weg gemacht nach Bethlehem. Die abgezeichneten Fußabdrücke der Kinder waren ein Symbol dafür.

Erste Anlaufstelle Kindergarten

Da das Christkind ein Kind ist, ging der Weg weiter zum Kindergarten. Dieser logische Gedanke ließ Hoffnung aufkeimen bei den Kindern. Leider wurden sie enttäuscht, es war nicht da. Als kleiner Trost, dass es nicht da war und noch dazu der Kindergarten geschlossen, gab es Gummibärchen. Ein Hinweis am Kindergarten war, doch auf den Friedhof zu gehen und vielleicht dort jemanden zu fragen. Jakob und Greta meinten, der Willi aus dem Dorf, der könnte das wissen.

Die Kinder konnten auch in ein Buch als Zeichen der Verbundenheit mit vielleicht hier begrabenen Angehörigen Wünsche, Gedanken, Botschaften oder Fürbitten schreiben.

Die Koordinaten für das Mobiltelefon führten die Kinder dann zum Backhaus Kersbach. Mit Materialien wie Stecken, Steinen, Moos oder Tannenzweigen konnten die Kersbacher Kinder Sterne auf den Weg legen.

So entstand ein Sternenzelt. Denn der Stern zeigt an Weihnachten den Weg zum Jesuskind.

Die nächste Station beinhaltete dann einige knifflige Fragen zu Weihnachten für die Kinder, die aber mit Hilfe der Eltern gelöst werden konnten.

Die Suchenden hatten dann den Hinweis bekommen, doch einmal zur Schule zu gehen, vielleicht wäre dort das Christkind zu finden. Dort konnten sie Schleifen in vielen bunten Farben an das Tor der Schule binden.

Friedenslicht

Der Weg durch Kersbach führte sie dann zu einem besonderen Licht. Das Friedenslicht aus Bethlehem. Leider konnte auch dort das Christkind nicht gefunden werden. Aber es blieb die Erkenntnis: Eine Krippe ohne Christkind geht nicht. Jesus ist an Weihnachten geboren und er ist das Licht der Welt.

So fanden die Familien an dieser Station dieses besondere Licht und überlegten dann, wie sie es sicher mit den Kerzen weiterbringen konnten. Da fiel den Kindern ein, doch zur Feuerwehr zu gehen. Die wisse immer Rat.

QR-Code-Weihnachtsbotschaft

An der Feuerwehr fanden sie einen QR-Code mit der Weihnachtsbotschaft von Pfarrer Emge. Er gab ihnen den auch den Hinweis, doch zum "alten Schulgarten" zu gehen.

Am genannten Ort fanden sie tatsächlich eine Krippe mit Maria, Josef und dem Christkind. Die Kinder legten einen Stein mit ihrem Namen zur Krippe als Zeichen, dass sie da waren.

Letztendlich hörten sie noch an der zehnten und letzten Station die frohe Botschaft der heiligen Nacht. Als kleines Geschenk konnten die Kinder eine Tüte als "Kinderkirche für zu Hause" mitnehmen.

So konnte, dank dem Team Kinderkirche, den Kindern das Fest der Geburt Jesu nähergebracht werden. Viele Kersbacher nutzten zum Teil an mehreren Tagen diesen Weg durch den Ort: Weihnachten eben einmal anders.gho