Das Rathaus in Steinberg wird noch in diesem Jahr energetisch saniert. Der Gemeinderat stimmte in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause beim "Neubau" dem Verlegen einer begehbaren Isolierung im Dachgeschoss sowie dem Austausch des vorhandenen Dämmmaterials im Altbau zu. Die Arbeiten werden von der Firma Wachter aus Wilhelmsthal zum Preis von 21 795 Euro ausgeführt.
Im April des nächsten Jahres will man mit der Sanierung der Schulturnhalle beginnen. Zum Schuljahresbeginn 2019 soll die Maßnahme mit Gesamtkosten von 2 678 000 Euro, wovon der Eigenanteil der Gemeinde 907 000 Euro beträgt, abgeschlossen sein, sagte Architekt Kersten Schöttner. Er gab dem Gemeinderat einen Sachstandsbericht zu den durchgeführten Änderungen in den vergangenen drei Monaten. Gegenüber der endgültigen Planung habe sich keine großen Abweichungen mehr ergeben, sagte er. Auch ging er detailliert auf die einzelnen Förderbereiche ein.
Der für die Lagerung von Holzpellets geplante Raum sei frei geworden und kann als Lagerraum genutzt werden. Man habe alles getan, um die bestmöglichste Förderung zu erzielen, sagte der Planer. Damit zeigte sich auch Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) zufrieden. Insgesamt werde man rund 85 Prozent Förderung erhalten, da haben alle an einem Strang gezogen, meinte sie.
Daneben bestimmten die Anschaffung eines E-Mail-Servers und die Einführung eines Ehrenamtspreises die Sitzung. Zwei Themen, bei denen heftig diskutiert wurde, am Ende aber jeweils ein einstimmiger Beschluss erfolgte. So zeigten sich doch einige Gemeinderäte überrascht, dass für eine Anschaffung von fast 16 000 Euro nur ein Angebot vorlag. Andere kritisierten das späte Handeln der Verwaltung, weil die EDV kurz vor dem "Zusammenbruch" steht. Dem entgegnete Jochen Gleich (CSU), dass man ein aktuelles System habe, welches auch auf einem vernünftigen Stand ist. Mit der steigenden Lebensdauer steigt aber das Risiko von Ausfällen, so dass man doch immer wieder investieren muss. "Es darf keine wilde Hardwarelandschaft geben", meinte er. Die einzelnen Komponenten müssten aufeinander abgestimmt werden. Nachdem auch Franz Büttner (SPD) einlenkte, beschloss man, Techno-Plan mit der Lieferung und Installation des Exchange Servers zu beauftragen. "Mit der Tischvorlage war nichts anzufangen, jetzt ist die Situation aufgeklärt", meinte Büttner.


Maximal drei Medaillenträger

Eine längere Diskussion gab es auch zur Einführung eines Ehrenamtspreises. Entgegen der Empfehlung aus dem Ortsentwicklungsausschuss werden jetzt jährlich maximal drei Personen pro Jahr mit der Ehrenamtsmedaille der Gemeinde bedacht. Damit soll das ehrenamtliche Engagement von Bürgern (auch außerhalb der Vereinsarbeit) honoriert werden. Die erste Vergabe soll bei der Weihnachtssitzung erfolgen. Bis dahin kann jedermann Vorschläge samt Begründungen abgeben.
Der Gemeindeentwicklungsausschuss legte dann dem Gemeinderat einen Vorschlag vor. Gemeinderat Heinrich Förtsch (CSU) hätte es auch gerne gesehen, wenn zum "Aufschlag" einmalig aus jedem Ortsteil ein Bürger ausgewählt worden wäre. Eine entsprechende Satzung wurde beschlossen, ebenso die Anschaffung von 30 Medaillen in Bronze versilbert. Petra Öhring (CSU) bemängelte den desolaten Zustand des Weges vom "Frack zum Friedhof" und bat diesen durch den Bauhof ausbessern zu lassen. Heinrich Förtsch war erstaunt, dass man das Gemeindeentwicklungskonzept nicht auf der Tagesordnung fand. Die Auftaktveranstaltung werde sich um einen Monat verschieben, sagte die Bürgermeisterin darauf.
Gemeinderat Jürgen Hempfling (CSU) machte auf die Brücke in Gifting aufmerksam. Hier seien Teile bestellt, nach deren Eintreffen werde die Maßnahme umgehend abgeschlossen.