Im Pfarrsaal von St. Josef in Gaustadt fand eine erste Informationsveranstaltung zur Rahmenplanung für ein neues Wohngebiet im Südwesten des Stadtteils statt. Der Bau- und Werksenat der Stadt Bamberg hatte bekanntlich in seiner Sitzung vom 4. Juli den Entwurf des Rahmenplans für das Gebiet zwischen Rothofer Weg, Krötleinstraße und Ziegelhüttenweg gebilligt und das Baureferat mit der Beteiligung der Öffentlichkeit beauftragt.

Für alle interessierten Bürger liegt der Entwurf der Rahmenplanung sowie der Erläuterungsbericht noch bis Freitag, 12. Oktober , während der Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr, oder nach vorheriger Terminabsprache) beim Stadtplanungsamt der Stadt Bamberg, Untere Sandstraße 34, aus. Eine zusätzliche Möglichkeit sich zu informieren wird im Internet unter www.stadtplanungsamt.bamberg.de unter dem Titel "Öffentlichkeitsbeteiligungen" angeboten, teilt die Pressestelle der Stadt mit.

Der erste Entwurf eines neuen Baugebietes "Jungkreut" reagiere auf die bestehende heterogene Bebauung im Umfeld in Form von Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbauten und schaffe einen städtebaulich und grünräumlich harmonischen Übergang des Siedlungsraums in die freie Natur, heißt es aus dem Rathaus. Durch den beabsichtigten Wohnungsmix seien Wohnungen für unterschiedliche Bewohnerstrukturen, insbesondere aber dringend benötigter Wohnraum für Familien geplant. Zusätzlich sei angestrebt, besondere Wohnformen im Baugebiet zu etablieren, zum Beispiel in Form von Mehrgenerationenwohnen oder Baugemeinschaften.

Das Quartier besteht im jetzigen Planentwurf aus vier Baufeldern, die über nord-süd verlaufende Grünbereiche miteinander verbunden sind. Die Grünbereiche dienen der Retention und ermöglichen eine Anbindung an den Langbach bzw. Sylvanersee. Darüber hinaus sollen sie zur Aufnahme von kleinräumigen Nutzungen, wie zum Beispiel Kinderspielplätzen und Jugendtreffs dienen.

Im Zuge der weiträumigen Erschließung dieses neuen Wohngebietes wird ein Ausbau der Breitäckerstraße notwendig werden, da aufgrund der Größe des Gebietes und der Anzahl der Wohnneubauten eine alleinige Erschließung über den Straßenzug Dr.-Martinet-Straße - Seewiesenstraße - Rothofer Straße nicht möglich ist. Ein Verkehrsgutachten wird die Belastbarkeit der vorhandenen Straßen unter Berücksichtigung des hinzukommenden Verkehrsaufkommens untersuchen.

Die Haupterschließung des Gebiets selbst soll über eine Sammelstraße, die an den Rothofer Weg angebunden ist, erfolgen. Innerhalb des Gebietes werden die Baufelder über verkehrsberuhigte Erschließungsbereiche erschlossen. red