Matthias Einwag 1,015 Millionen Euro wendet der Kreis Lichtenfels für die Sanierung und den Umbau der Kreisstraße LIF 7 in der Ortsdurchfahrt von Wiesen auf. Hinzu kommen begleitend etliche Arbeiten, die von der Stadt Bad Staffelstein ausgeführt werden. "Wir werden die Versorgungsleitungen auf den neuesten Stand bringen", sagte Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) am Montag in der Sitzung des Kreisausschusses.

Zuvor hatte Heiko Tremel, der Leiter des Kreisbauhofs, die Pläne detailliert vorgestellt. Frühzeitig vorausgegangen seien eine Bürgerversammlung in Wiesen sowie die Einzelgespräche mit betroffenen Anwohnern. Als Baubeginn nannte Tremel den April 2021.

Leitungen werden neu verlegt

Das Gemeinschaftsprojekt des Kreises mit der Stadt Bad Staffelstein betreffe nicht nur die Straßensanierung, sondern auch das Erneuern und Neuverlegen von Wasser- und Abwasserleitungen. Auf den aktuellen Stand der Technik würden zugleich die Energieversorgungs- und Telekommunikationsleitungen gebracht. In welchem Umfang das geschehe, werde momentan noch geprüft. Die Dachständer im Bereich des Kerndorfes sollen jedoch demontiert werden.

Defizite werden behoben

Zudem werden Gehwege hergerichtet, verbreitert oder überhaupt erst angelegt. Im Vorfeld seien nach Angaben von Heiko Tremel die Defizite festgestellt worden. Aufgenommen wurden fehlende Entwässerungseinrichtungen und nicht vorhandener frostsicherer Aufbau der Straßendecke. Zudem sei die Fahrbahnführung mangelhaft, und auch die Fußgänger würden nicht sicher geleitet. Deshalb seien etliche neuralgische Stellen überplant worden, um Gefahren- und Engstellen zu beseitigen. Das Anlegen von Gehwegen sei mit der Stadt Bad Staffelstein abgestimmt, die dafür Baulastträger sei. Durch diese Aufwertung werde die Verkehrssicherheit in Wiesen deutlich erhöht. Die Döringstadter Straße werde auf ca. 280 Metern durchgehend auf 5,3 Meter Breite ausgebaut. Sie erhalte beidseitig Gehsteige. Eine Fußgängerquerungshilfe sei vorgesehen; dafür habe man inzwischen eine gut geeignete Stelle gefunden.

Übersichtlichkeit geht vor

Die Fußgängerführung an der Einmündung von der Döringstadter Straße in den Dorfplatz werde ebenfalls neu gestaltet. An der Abzweigung des Draisdorfer Wegs bleibe die bestehende Verkehrsinsel erhalten, denn dort werde Platz für wendende Busse benötigt. Verschwinden soll hingegen die Verkehrsinsel an der Einmündung des Dorfangers (Zufahrt zur Brauerei Hellmuth). Das sei erforderlich, um den Einmündungsbereich übersichtlicher zu machen. Weil auch der Baum gefällt werden muss, der auf der Verkehrsinsel steht, versprach Landrat Christian Meißner (CSU), an anderer Stelle drei neue Bäume zu pflanzen.