Die Feuerwehr Tschirn hätte in ihrer Jahreshauptversammlung am Dreikönigstag zwei Mitglieder für 25-jährige Tätigkeit ehren können. Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder (CSU) meinte, dass die Leistung vor Ort gewürdigt werden muss. Wichtig ist, dass die Leute nicht nur Forderungen stellen, sondern auch dafür ihren Beitrag leisten. In Tschirn werde eine gute Nachwuchsarbeit geleistet, was Hoffnung für eine gute Zukunft gibt. Zusammen mit Kommandanten Michael Schnappauf und Kreisbrandmeister Markus Wachter überreichte er die staatliche Auszeichnung an Patrick Jaksch, der weiter zu ehrende Thomas Böhnlein war nicht anwesend und konnte somit die Ehrung nicht entgegennehmen. Beide stehen seit 25 Jahren als aktive Mitglieder ihren Mann und bekamen das von Innenminister Joachim Hermann unterzeichnete staatliche Ehrenzeichen.

Vorsitzende Julia Barnickel konnte für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit Niko Punzelt, Ferdinand Kraus, Laura Schneider, Uli Schnappauf, Philipp Schedel und Andreas Kraus auszeichnen. Seit 25 Jahren sind Kerstin Punzelt, Patrick Jaksch, Christian Wittig, Kathrin Förtsch und Thomas Böhnlein Mitglied in der Feuerwehr Tschirn.

Josef Zwosta und Franz Peter Schmidt wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft sowie Josef Wolf und Josef Sollner für 50 Jahre ausgezeichnet. Bereits seit 60 Jahren gehören Anna und Franz Keim dem Feuerwehrverein an. Für sagenhafte 70 Jahre wurde Hans Lang geehrt.

Neben den staatlichen und Vereinsehrungen gab es auch Ärmelstreifen für Niko Punzelt und Ferdinand Kraus für jeweils zehn Jahre aktiven Dienst. Die Zeugnisse als neue Atemschutzgeräteträger konnten Philipp Rosenbaum, Laura Geisler, Luisa Stark, Thomas Holzmann und Larissa Stark in Empfang nehmen. Patrick Sonntag aus Nurn wurde per Handschlag vom Kommandanten in die aktive Wehr aufgenommen.

Zuvor blickte die Vorsitzende Julia Barnickel auf das vergangene Jahr zurück und lobte dabei ihr junges Team. Insgesamt habe man 181 Mitglieder in den Reihen, zwei Sterbefällen standen sieben Neuzugänge im Verein entgegen. Gut angenommen wurde das Bierkopfturnier mit schönen Sachpreisen im Gerätehaus. Großen Zuspruch fand das 30-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr.

Kommandant Michael Schnappauf sagte, dass im vergangenen Jahr die aktuelle Mannschaft aus 37 Mitgliedern bestand. Der Aktionstag anlässlich des 30-jährigen Jugendfeuerwehrjubiläums habe viel gebracht und sei ein voller Erfolg gewesen. Neu strukturiert wurde der Bereich Atemschutz. Der Kamerad Nico Punzelt hat die Führung der Atemschutzgruppe übernommen, anschließend konnten gleich fünf neue Geräteträger ausgebildet werden. Aufgrund fehlender Geräteträger, die tagsüber erreichbar sind, ging man eine Kooperation mit der Wehr Teuschnitz ein.

Der Kommandant lobte dabei die vorbildliche Zusammenarbeit, welche perfekt klappt. Die Jugendfeuerwehr sei mit sechs Feuerwehranwärtern gut gerüstet. Hervorzuheben sei die gute Nachwuchsarbeit im Bereich der Kinderfeuerwehr, welche mittlerweile auf 19 Kinder gewachsen ist. Die aktive Mannschaft hat nach Dienstplan 15 Übungen absolviert. Im vergangenen Jahr 2019 wurde man häufig zu Einsätzen gerufen. Mit Ausnahme eines schweren Verkehrsunfalls seien diese jedoch glücklicherweise recht glimpflich ausgegangen. Insgesamt war man, ohne Übungen und Schulungen, 176 Stunden im Einsatz.

Der Kommandant berichtete, dass die im Ort oftmals diskutierte Alarmierung generell über die Sirene geht. Der Leiter der Atemschutzgruppe, Nico Punzelt, stellte die fünf neuen Geräteträger vor. Die neue Atemschutzanlage in Kronach, welche hervorragende realistische Übungsbedingungen bietet, habe man gleich viermal besucht. Vor Ort standen acht Atemschutzübungen zusätzlich an. Laura Geisler berichtete über die Aktivitäten der sechs Jugendlichen. Dabei konnten bei den Leistungswettbewerben und Wissenstests gute Ergebnisse erzielt werden. Die Teamleiterin der Kinderwehr Gina Holzmann meinte, dass die Mädchen die Kindergruppe dominieren. Verschiedene Besichtigungen fanden statt, beim Kinderfasching hatte man einen Auftritt mit den Kindern.

Bürgermeister Peter Klinger dankte für die geleistete Arbeit. Im vergangenen Jahr wurden über 14 000 Euro für den laufenden Betrieb aus der Gemeindekasse für die Feuerwehr ausgegeben. Die Schutzanzüge schlugen mit 25 000 Euro zu Buche, sagte er. Der Verein habe das gemeindliche Leben bereichert und aufgewertet. Die gute Jugendarbeit stimme zuversichtlich, dass die Zukunft in sicheren Händen ist. miw