von unserer Mitarbeiterin Sylvia Hubele

Forchheiim — Zwischen den einzelnen Parzellen stehen keine Zäune: "Schließlich wollen sich die Camper nicht abgrenzen", sagt Bernd Tandler, der sich bei den Forchheimer Campern als Kassierer engagiert.
Der Wohnwagen, das Vorzelt, ein Geräteschuppen, ein Pavillon und ein Container für die Kissen: Mehr darf auf der Parzelle nicht stehen. Ob sich viele Vereinsmitglieder auf dem Platz aufhalten, hängt vom Wetter ab. Manche verbringen ihre Wochenenden hier, andere sind den ganzen Sommer über da. "Internet haben wir hier nicht, wir reden persönlich miteinander", sagt Jürgen-Henry Schneidenbach.
Dies sei der guten Stimmung und dem geselligen Miteinander auf dem Platz durchaus zuträglich. Die Wohnwagen sind wie ein kleines Zuhause und deshalb auch mit Fernseher, Küche und Klimaanlage ausgestattet. Bei allen Annehmlichkeiten im eigenen Wohnwagen suchen die Camper die Gemeinschaft. "Hier ist immer was los", bestätigt Franz Vrbnjak. Dieser gute Geist kann nur leben, wenn die Gemeinschaft stimmt, sagt Gerhard Franke.
Einige, die als Gastcamper eine der drei freien Parzellen nutzen, sind Monteure oder eine Krankenschwester: Sie arbeiten in Forchheim und leben hier auf dem Platz schöner als in einer Pension oder im Hotel. So ähnlich ging es Uwe Kannenberg: Vor sieben Jahren fing er an, in Forchheim zu arbeiten. Deshalb stellte er seinen Wohnwagen auf eine gerade frei gewordene Parzelle: "Das war sehr angenehm", erinnert er sich. Viele der Mitglieder sind seit frühester Jugend unterwegs; Jürgen-Henry Schneidenbach gehört zu ihnen. Er ist im Wohnwagen seiner Eltern aufgewachsen.
Als Günter Kramer noch mobil unterwegs war, hätte er nie geglaubt, dass ihm ein Leben als Dauercamper gefallen könnte. Doch auf dem Forchheimer Platz ist vieles möglich.