Im Bad Rodacher Stadtteil Elsa hängt seit kurzem ein jederzeit griffbereiter Defibrillator (Defi). Organisiert und mitfinanziert durch die Feuerwehr Elsa konnte im Spätsommer am Feuerwehrhaus in der Ortsmitte dieser allzeit zugängliche Defi installiert werden. Der Vorschlag für dieses Projekt war beim Vorstand des Feuerwehrvereins sofort auf große Zustimmung gestoßen. Denn als Teil der lebendigen Dorfgemeinschaft leistet die Feuerwehr einen wichtigen Beitrag auf vielen Ebenen. Die Hilfeleistung im Notfall ist dabei natürlich eine wesentliche Aufgabe. Zuvor waren Angebote von Herstellern eingeholt und die Möglichkeiten der Förderungen geklärt worden.

Im Sommer dieses Jahres war es dann so weit. Einige Helfer brachten den Defi in einer klimatisierten und alarmgesicherten Box an der Außenwand des Feuerwehrhauses mitten in Elsa an. Steffen Pertsch, der Kommandant der Feuerwehr Elsa, und Stefan Wölfert, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Elsa, gaben das Gerät frei.

Grundsätzlich ist im Notfall jeder Laie in der Lage, das Gerät zu bedienen, teilt die Feuerwehr mit. Denn der Defi "steuert" den Nutzer per Sprachanweisung.

Doch ein Defi alleine hilft nicht viel, wenn ansonsten keine Erste Hilfe geleistet wird. Und somit gehört es auch zum Projekt der Feuerwehr, den 280 Einwohnern von Elsa einen kostenfreien Kurs in Erste Hilfe anzubieten. Der eintägige Kurs soll im Saal des Dorfhauses durchgeführt werden, sobald die Corona-Situation dies wieder zulässt. Dazu sollen sich mindestens 20 Teilnehmer finden. Die Gesamtkosten für den Defi, die Wandinstallation und die Erste-Hilfe-Schulung belaufen sich auf etwa 2700 Euro. Beschafft wurde das Gerät über die Björn-Steiger-Stiftung. Diese fördert die flächendeckende Verbreitung entsprechender Geräte durch vergünstigte Preise. Die Feuerwehren von Bad Rodach und Elsa bedanken sich "im Namen der Dorfgemeinschaft Elsa" für die Zuwendung der Leader-Region Coburg (Unterstützung Bürgerengagement), die Förderung durch die Bürgerstiftung Bad Rodach und eine Spende der VR Bank Coburg. Den nicht durch Zuwendungen gedeckten Finanzierungsanteil trägt laut Mitteilung der Feuerwehrverein Elsa. Felix Hanft