"Die Feuerwehr - das war mein Leben. Ich wollte einfach immer helfen" - Kreisbrandmeister Thomas Hofmann fiel es nicht leicht, sein Amt niederzulegen. Auch Landrat Christian Meißner, Kreisbrandrat Timm Vogler sowie Sachgebietsleiter Achim Liesaus waren sichtlich bewegt, als sie den verdienten Feuerwehrmann vor kurzem aus dem aktiven Dienst verabschiedeten.

Hofmann - dienstältester Kreisbrandmeister und in Lichtenfels auch bekannt als "Bips"- hatte sich krankheitsbedingt zu diesem Schritt entschlossen. Ein Einschnitt bei der Kreisbrandinspektion, und mit diesem gab es noch eine Reihe weiterer personeller Veränderungen: Verabschiedet wurde auch Kreisbrandmeister Thomas Petterich, der ab 1. Januar in Vollzeit als hauptamtlicher Atemschutzgerätewart in der Atemschutzwerkstatt in Burgkunstadt für den Landkreis tätig sein wird, wie Kreisbrandrat Timm Vogler erläuterte. Die Aufgabe des Leiters der zentralen Atemschutzwerkstatt und der Atemschutzübungsanlage in Burgkunstadt übernimmt zum 1. Januar der bisher für den Bereich Modulare Truppmannausbildung (MTA) zuständige Kreisbrandmeister Klaus Meusel. Darüber hinaus ist er Leiter der Aus- und Fortbildung im Landkreis Lichtenfels für die Atemschutzgeräteträger und für die Träger von Chemiekalienschutzanzügen. Ferner koordiniert er die Schulungen im Umgang mit der Wärmebildkamera. Ebenfalls zum 1. Januar übernimmt der bisher für den Bereich "Leiter der zentralen Aus- und Fortbildung der Feuerwehren" zuständige Kreisbrandmeister Lutz Schneider zusätzlich die Aufgabe des Leiters der MTA im Landkreis.

Den Bereich von Thomas Hofmann (Kreisbrandmeister für das Stadtgebiet Lichtenfels) hat Alexander Klose übernommen. Seine Zuständigkeit wiederum geht auf Sebastian Dorsch über, der von Kreisbrandrat Vogler zum 1. Dezember zum Kreisbrandmeister ernannt wurde. Die Kreisbrandinspektion besteht zukünftig aus 19 Mitgliedern, aufgeteilt auf drei Kreisbrandinspektoren, sechs Gebiets-Kreisbrandmeister und neun Fach-Kreisbrandmeister, ließ Kreisbrandrat Timm Vogler wissen.

"Tragende Säulen"

Landrat Christian Meißner nannte Thomas Hofmann und Thomas Petterich nicht nur vorbildliche Feuerwehrkameraden, sondern "tragende Säulen" der Kreisbrandinspektion. Kreisbrandmeister Thomas Hofmann war seit 24 Jahren in der Kreisbrandinspektion. Kreisbrandmeister Thomas Petterich sei anerkannter Fachmann für Atemschutz und Messtechnik und steht den Wehren ab Januar in neuer Funktion als kompetenter Ansprechpartner als hauptamtlicher Atemschutzgerätewart des Landkreises zur Verfügung.

Sachgebietsleiter Achim Liesaus zeigte die Werdegänge der beiden scheidenden Kreisbrandmeister in seinen Laudationes nochmals im Detail auf. Thomas Hofmann habe sich in den dreieinhalb Jahrzehnten seit seinem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Lichtenfels am 1. Januar 1985 im aktiven Feuerwehrdienst weit über das normale Maß hinaus engagiert und verdient gemacht. Er wurde 1993 zum Löschmeister ernannt und zum 1. Januar 1985 zum Kreisbrandmeister für das Gebiet der Stadt Lichtenfels bestellt, den größten Kreisbrandmeisterbezirk. Dieses verantwortungsvolle Amt hatte er 24 Jahre lang inne. Bei allen Einsätzen habe er durch sachkundiges und umsichtiges Handeln überzeugt, stellte der Sachgebietsleiter fest. In der Zeit seines Wirkens habe sich die technische Ausstattung im gesamten Feuerwehrbereich massiv verändert, das Aufgabenprofil für die Feuerwehren sei stets größer und anspruchsvoller geworden. Für seine herausragenden Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Am 6. Februar 1997 trat Thomas Petterich als aktives Mitglied in die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt ein. Im Februar 2008 wurde er zum Löschmeister ernannt, im März 2012 zum Fachkreisbrandmeister für Atemschutz bestellt. Der 27 Jahre junge neue Kreisbrandmeister Sebastian Dorsch stammt aus Unterneuses und trat am 28. April 2004 in die dortige Feuerwehr ein. red