Die Stadt Zeil lud ein zur "Fasenacht für Junggebliebene" in das Rudolf-Winkler-Haus. Zum Schunkeln, Tanzen und zu Büttenreden hatte vor 25 Jahren das erste Mal der damalige Bürgermeister Christoph Winkler eingeladen. Entertainer Hilmar Hirt, Bürgermeister Thomas Stadelmann und der Musiker Franz Huber aus Krum führten durch das Jubiläumsprogramm, das in Gesamtregie die Stadtangestellte Michaela Eirich organisiert hatte.
So manches Glanzlicht aus der Büttensitzung der Zeiler Narrenzunft erstrahlte. Der katholische Frauenbund zeigte sein Knieballett: Ingrid Bier, Irene Erlwein, Christa Schlegelmilch, Matha Schübert und Vorsitzende Uli Steigner saßen hinter einem Schirm, nur ihre Knie waren zu sehen, das rechte als Frau kostümiert, das linke als Mann.
Resi (Christiane Garreis) und Babett (Susanne Wolfschmidt) versprühten als Ratschweiber Lokalkolorit.
Die Senioren bestaunten das Funkenmariechen, die neunjährige Sarah Hetterich: Was für eine Gelenkigkeit!
Unter dem Motto "Wir sind die Schönsten im Städtchen" sangen die "Amsigallen" Hits. Vorm Mikrofon versammelten sich Werner Eltschka, Reinhold Garreis, Detlef Glaser, Clemens Mantel und Helmut Trautner.
"Wir halten zam (zusammen) in einem Munde ,dem Glücklichen schlägt keine Stunde‘" - eine gereimte geschliffene Büttenrede trug Pfarrer Michael Erhart bei. Mit dem Kirchturmuhrenzeiger in der Hand, den er einst wegen Unfallgefahr mit abbaute, sprach er Probleme in Zeil an: "Die Parküberwachung bringt nicht viel, weil jeder parkt wie er will". Der Solo-Gardetanz von Jessica Leisentritt, Tochter von Maria Augusta Leisentritt und Enkelin von Ehrenbürger Ludwig Leisentritt war ein Augenschmaus. Ganz genau so der "orientalische Bauchtanz" mit Ricarda Klauer, Jana Tully und Michaela Neuß: exotisch und erotisch.
Die Narrenzunft-Minis waren verkleidet in Urwaldtiere und hopsten süß auf der Bühne herum. Karina Oppelt und Sabrina Hetterich hatten den Tanz mit ihnen eingeübt.
Im "Zeiler Musikantenstadl" präsentierte Richard Schlegelmilch Hilmar Hirt ("Rote Lippen"), Gerhard Kernwein ("Schwarzer Zigeuner", "Tirolerhut") und mit zwei Trompetensolos Günther Bier. Viel Beifall bekam Guillermo Sanches Cordero aus Kuba mit "Ein Stern, der deinen Namen trägt"