In seiner Sitzung am 25. Juni hatte der Stadtrat beschlossen, beim geplanten Ehrungsabend am 10. Dezem-ber für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement Renate Schroff, Walter Drebinger, Walter Nussel und Bernhard Schwab für jeweils 24 Jahre ehrenamtliche Stadtratstätigkeit mit der Bürgermedaille der Stadt auszuzeichnen (der FT berichtete bereits). Ebenso sollte zu diesem Anlass die Verabschiedung der ehemaligen Stadtratsmitglieder stattfinden, die zum 30. April aus dem Gremium ausgeschieden sind.

Pandemiebedingt muss dieser Abend leider entfallen, teilt die Stadtverwaltung jetzt mit. Denn die Corona-Situation werde sich bis zum 10. Dezember voraussichtlich nicht so deutlich positiv verändert haben, dass man diese festliche Veranstaltung durchführen kann. Die geplante Ehrung mit der Bürgermedaille wird zunächst auf den Ehrungsabend im Dezember 2021 verschoben. Sollte sich im Laufe des Jahre 2021 etwas anderes ergeben, könne man das gegebenenfalls vorziehen, absehbar sei dies im Augenblick aber keineswegs.

Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) bedauert, habe die Verabschiedung der zu Beginn der neuen Wahlperiode ausgeschiedenen Stadtratsmitglieder leider nur in angemessener schriftlicher Form stattfinden können. Da damit auch ein Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Herzogenaurach verbunden ist, "wird es auf jeden Fall im kommenden Jahr noch einen offiziellen Termin für die Verabschiedeten geben", teilt Hacker mit. Zu welchem Anlass und zu welcher Zeit, könne derzeit jedoch ebenfalls noch noch nicht geplant werden.

Es sind elf Stadtratsmitglieder, die ausgeschieden sind (im folgenden in alphabetischer Reihenfolge).

Elke Bauer war zwölf Jahre für die SPD Mitglied des Stadtrats, sie war außerdem zwei Jahre Fraktionsvorsitzende, mehrere Jahre stellvertretende Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses sowie Mitglied im Ältestenrat, Haupt- und Finanzausschuss sowie Kulturausschuss.

Britta Dassler war zwölf Jahre für die FDP im Stadtrat und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss sowie Kulturausschuss. Darüber hinaus war sie Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke GmbH. Parallel zu ihren Tätigkeiten in Herzogenaurach ist sie seit 2008 Mitglied des Kreistages Erlangen-Höchstadt und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Frank Gäbelein war 22 Jahre für die CSU Mitglied des Stadtrats, außerdem seit 2012 stellvertretender Fraktionsvorsitzender sowie Mitglied im Per-sonal-, Planungs- und Umwelt-, Werks- und Rechnungsprüfungsausschuss. Er war auch Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH und ist bis heute Aufsichtsrat der Herzo Bäder- und Verkehrs GmbH. 2013 erhielt er für sein umfangreiches ehrenamtliches Engagement im kommunalen Bereich die Stadtmedaille in Bronze.

Susanna Gräwe war seit November 2019 für die SPD Mitglied des Stadtrats. Sie rückte für die weggezogene Stadträtin Sarah Lindner nach.

Jochen Heinzel war sechs Jahre SPD-Stadtrat und Mitglied im Personal- und Rechnungsprüfungsausschuss. Zudem war er Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke GmbH.

Petra Mauser war zwölf Jahre für die SPD im Stadtrat und Mitglied im Kultur-, Personal- sowie Planungs- und Umweltausschuss. Darüber hinaus ist sie ehrenamtlich für das Bayerische Rote Kreuz engagiert.

Ille Prockl-Pfeiffer war 14 Jahre für die CSU Mitglied des Stadtrats. Sie war außerdem Mitglied im Kultur-, Rechnungsprüfungs- und Personalausschuss sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtwerke GmbH. Außerdem ist sie an vielen Stellen der Stadt ehrenamtlich aktiv, bei Zonta und dem Katholischen Frauenbund in Herzogenaurach hatte sie auch leitende Funktionen inne.

Peter Prokop war insgesamt 42 Jahre für die SPD Mitglied des Herzogenauracher Stadtrats. Er war mehrere Jahre stellvertretender Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses und zudem Mitglied im Bauausschuss, Planungs- und Umweltausschuss, Werksausschuss, Steuerausschuss und im Ältestenrat. Des Weiteren war er im Aufsichtsrat der Herzo Werke GmbH sowie Mitglied des Kreistages. Als sehr erfahrenes Stadtratsmitglied erhielt er über die Jahrzehnte hinweg zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen für sein umfangreiches Engagement in der lokalen und regionalen Politik. Auch an ander en Stellen, vor allem bei der Awo, war Peter Prokop ehrenamtlich tätig. Mehr als erwähnenswert ist seine große Verbundenheit mit Herzogenaurachs Partnerstädten Sainte-Luce-sur-Loire in Frankreich und Wolfsberg in Österreich.

Siegbert Sendner war zwölf Jahre für die SPD im Stadtrat und Mitglied im Haupt- und Finanz-, Bau- und Kulturausschuss. Darüber hinaus besonders hervorzuheben ist sein zeitlebens großes Engagement für die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach, den Spielmannszug und den Feuerwehrverein. Für sein kommunales Engagement für die Freiwillige Feuer-wehr Herzogenaurachs und seine Stadtratstätigkeit wurde ihm 2019 die Bürgermedaille der Stadt Herzogenaurach verliehen.

Bernhard Wilfer war zehn Jahre Mitglied des Stadtrats, davon sechs Jahre für die Liste "BfB" und vier Jahre für die SPD. Zudem war er Mitglied im Bau-, Planungs- und Umwelt-, Haupt- und Finanz- sowie Personalausschuss. Als "rockender Stadtrat" machte er sich vor allem für seinen Ortsteil Hauptendorf stark.

Kurt Zollhöfer war 18 Jahre CSU-Stadtrat. Während dieser Zeit war er auch im Bau-, Planungs- und Umwelt-, Personal-, Rechnungsprüfungs- sowie Haupt- und Finanzausschuss, darüber hinaus auch viele Jahre Mitglied des Aufsichtsrats der Herzo Werke GmbH. Außerdem war er viele Jahre in leitender Position beim 1. FC Herzogenaurach engagiert. Erst in diesem Jahr wurde ihm für sein ehrenamtliches und politisches Engagement die kommunale Dankurkunde verliehen. red