Drei Monate nach der einstimmigen Nominierung von Jürgen Hennemann für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister hat die SPD Ebern auch ihre Stadtratsliste aufgestellt. 20 Personen, darunter alle amtiere...
Drei Monate nach der einstimmigen Nominierung von Jürgen Hennemann für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister hat die SPD Ebern auch ihre Stadtratsliste aufgestellt. 20 Personen, darunter alle amtierenden Stadtratsmitglieder, stellen sich am 15. März der Wahl, wie der Ortsverein mitteilte.
Bürgermeister Jürgen Hennemann steht auf Platz eins, dahinter folgen die amtierenden Stadträte Ulrike Zettelmeier, Werner Riegel, Karin Kaiser, Werner Freibott und Irene Jungnickel. Lediglich Brunhilde Giegold, die SPD-Fraktionsvorsitzende, verzichtete auf einen Platz im vorderen Drittel und ließ sich ans Ende der Liste setzen, auf Platz 20. Auch dort könne man Stimmen gewinnen, sagte sie bei der Nominierungsversammlung am Wochenende.
Platzierungen
Auf den Plätzen sieben bis 19 folgen sieben Nichtmitglieder und sechs Genossen. Ortsvereinsvorsitzender Eckart Roeß tritt zum ersten Mal an, Florian Schmidt war schon 2014 auf der Liste. Einen aussichtsreichen Platz hat auch Petra Lößlein-Lerche, die sowohl die Belange des Handwerks als auch das Soziale in der Kommunalpolitik verankert wissen will. Veronika Henneberger ist Rückkehrerin in "mein schönes Ebern" und Silke Schwarz war erst für ihre Leistungen bei der Landwirtschaftsmeisterausbildung ausgezeichnet worden.
Besonders freut den Vorsitzenden, dass es gelungen ist, die Kandidatenliste mit gleich vielen Bewerbern der beiden Geschlechter zu besetzen. Mit zehn Männern und zehn Frauen stellt die SPD nach eigenen Angaben als erste Partei in Ebern eine paritätisch besetzte Liste auf. "Wir reden nicht nur von Gleichberechtigung, wir tun auch was dafür", erläuterte Roeß sichtlich stolz. Auch in anderer Hinsicht sei es gelungen, für Vielfalt zu sorgen, sagte Roeß zufrieden: "Wir haben Kandidaten aus der Kernstadt und den Stadtteilen, aus allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten."
Neben den 20 Kandidaten verfügt die SPD auch über eine Liste von Ersatzleuten und Unterstützern, die zwar nicht der Partei angehören, aber die Politik von Bürgermeister Jürgen Hennemann unterstützen wollen. Die positive Entwicklung von Ebern müsse weitergehen, meint zum Beispiel Uwe Holzwarth (Listenplatz elf). Es gelte, Ebern als attraktive Kleinstadt für Familien und Betriebe weiterzuentwickeln, betonte Hennemann im Rückblick auf die Ziele der SPD zur letzten Wahl und deren Umsetzung. Er wolle die Politik der vergangenen sechs Jahre fortsetzen. Dazu gehöre eine unternehmensfreundliche Ansiedlungspolitik genauso wie der Blick auf den Umweltschutz, ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum, den Ausbau der Kinderbetreuung genauso wie die Schaffung von Möglichkeiten für Senioren, die so lange wie möglich eigenständig leben wollen, aber in Einzelfällen Unterstützung brauchen.
Für Zusammenarbeit
Hennemann verwies auch auf seine Bemühungen, die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen zu suchen, sei es innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebern oder darüber hinaus. Die VG bringe ein gemeinsames Amtsblatt und einen gemeinsamen Veranstaltungskalender heraus, die Baunach-Allianz habe ihre Arbeit aufgenommen. "Die Gestaltung der Zukunft können wir nur gemeinsam mit anderen voranbringen." Initiativen wie Fair-Trade-Stadt, Marktplatz der biologischen Vielfalt oder die Bürgernetzinitiative für die Vermittlung von gegenseitigen Hilfen sei nur durch engagierte Bürger möglich. "Das ist Bürgerbeteiligung im besten Sinne: gemeinsam diskutieren, entscheiden, handeln", sagte Hennemann. Die Förderung des Ehrenamts sei ebenso wichtig, sei es in Vereinen und Organisationen oder für zeitlich begrenzte Projekte. "Ebern ist, was wir alle daraus machen", sagte Hennemann. Ohne private Initiative und ehrenamtliches Engagement würde es im Eberner Stadtgebiet vieles nicht geben, was die Stadt lebens- und liebenswert mache, vom Fasching über die Feste im Sommer bis zu Weihnachtsmärkten und Glühweintreffs im Winter. Dafür wolle er mit den Kandidaten eintreten und Ebern weiter nachhaltig und sozial gestalten.