Willersdorf — Eine 0:3-Derby-Pleite gegen Hallerndorf, ein mageres Pünktchen nach acht Spielen und der letzte Tabellenplatz: Philipp Präger steht mit seiner DJK Willersdorf mit dem Rücken zur Wand. Trotzdem ist sich der 24-Jährige sicher, dass gegen Hetzles der Befreiungsschlag gelingt.

Was überwiegt momentan? Der Frust über die Derby-Schlappe oder die Tatsache, dass die sportliche Talfahrt anhält?
Philipp Präger: Uff, das ist beides ziemlich schlimm. Derby-Pleiten sind immer doppelt bitter. Aber man muss ehrlich sein und Hallerndorf zum Sieg gratulieren. Sie haben das sehr gut ausgespielt und verdient gewonnen. Zudem hatten wir in den entscheidenden Phasen Pech: Der erste Gegentreffer kam nach einem unglücklichen Freistoß zustande, und vorne haben wir ein, zwei Chancen liegen lassen. Nun geht es für uns aber ganz normal weiter.
Trotzdem wächst der Abstand zum rettenden Ufer. Ist ein Sieg gegen das Kellerkind aus Hetzles am Wochenende Pflicht?
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir am Wochenende drei Punkte holen werden. Wir haben zuletzt gar nicht so schlecht gespielt, hatten gegen die besseren Mannschaften der Liga aber kaum eine Chance. Nun kommen die direkten Kontrahenten, gegen die wir punkten müssen. Hetzles ist keine Übermannschaft und durchaus schlagbar. Außerdem kehrt unser bisher verletzter Stammkeeper zurück und wird der Hintermannschaft noch mehr Sicherheit verleihen. Wir haben noch genug Spieltage vor uns, um die Wende zu schaffen.

Auch Borussia Dortmund ist unter die Räder gekommen. Ist die Meisterschaft damit bereits am achten Spieltag entschieden?
Ich habe mir das Spiel angeschaut und muss sagen, dass die Bayern absolut dominiert haben. Da fragt man sich schon, wer die Münchner überhaupt schlagen soll. In Deutschland sehe ich momentan keinen ernstzunehmenden Gegner. Ich gehe dennoch nicht davon aus, dass die Bayern das Triple einfahren. Mit Barcelona und Real Madrid warten in der Champions League früher oder später noch zwei ganz dicke Brocken.

Das Gespräch führte
Max Kaltenhäuser


Am kommenden Wochenende empfängt Marco Kraft vom SV Mittelehrenbach den Steilpass von Philipp Präger.