"Unser Einsatz hat sich gelohnt! Die Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung ist gesichert", resümiert DGB- Regionsgeschäftsführer Frank Firsching, die Ankündigung der bayerischen Landesregierung, die Ko-Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung fortzuführen in einer Pressemitteilung. "Aufgrund der späten Einsicht der Staatsregierung, das Programm dauerhaft weiter zu finanzieren, sehen wir wegen der Ausschreibungsfristen eine erfolgreiche Umsetzung der Bereb im kommenden Schuljahr gefährdet. Wir befürchten deshalb Personalfluktuation bei den Trägern, die Bereb anbieten und hoffen, dass das pädagogische Personal gehalten werden kann", so Firsching weiter.

Über 1200 Jugendliche von Aschaffenburg über Schweinfurt bis nach Würzburg werden jährlich auf dem Weg in die duale Ausbildung eng begleitet, damit sie sich Zukunftsperspektiven aufbauen können. Gerade in diesen Pandemiezeiten sei Unterstützung für die junge Generation wichtiger denn je, heißt es weiter.

"Aus unserem Einsatz, die Zahl der Plätze der Berufseinstiegsbegleitung in der Region bayerischer Untermain zu erhöhen, wurde eine bayernweite Auseinandersetzung um den Erhalt des gesamten Programms. Wir sind froh, dass die Einstellung der Berufseinstiegsbegleitung verhindert werden konnte", sagt DGB-Kreisvorsitzender Björn Wortmann. "Es bleibt aber dabei: der tatsächliche Förderbedarf auch an den Schulen, die bisher keine Berufseinstiegsbegleitung haben, übersteigt die momentanen Kapazitäten. Deswegen werden wir uns weiterhin für den Ausbau der Berufseinstiegsbegleitung einsetzen", so Wortmann abschließend in der Pressemeldung.

Die Berufseinstiegsbegleitung ist ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit, für dessen Umsetzung eine 50 Prozent-Ko-Finanzierung vom Gesetz (§ 49 SGB III) vorgeschrieben ist. Diese Ko-Finanzierung wurde zunächst aus Bundesmitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und ab dem Schuljahr 2019/2020 aus bayerischen ESF-Mitteln geleistet.

Wertvoller Beitrag

Gerade die benachteiligten jungen Menschen leiden derzeit unter den pandemiebedingt eingeschränkten Möglichkeiten der Berufsorientierung an den Schulen und den fehlenden Praktikumsgelegenheiten in den Betrieben. Hier leistet die enge sozialpädagogische Flankierung durch die Berufseinstiegsbegleitung einen wertvollen Beitrag, den negativen Folgen entgegenzuwirken und die Chancen auf einen erfolgreichen Übergang in Ausbildung zu verbessern. Die Berufseinstiegsbegleitung trägt damit auch zur Fachkräftesicherung und zur Vermeidung individueller Langzeitarbeitslosigkeitsrisiken bei, heißt es. red