Ende 2020 gab es in Coburg 4071 Minijobberinnen und Minijobber. Im Landkreis waren es 5013. Das sind in Stadt und Landkreis rund 1000 weniger als im Jahr davor. Vor allem im Gastgewerbe war ein hoher Rückgang der Minijobs zu verzeichnen. Das bedeutet: Zahlreiche Menschen in Coburg haben in der Corona-Pandemie ihre Jobs verloren und landeten zum Teil in Hartz IV. Das teilt der DGB mit und fordert angesichts dieser Zahlen eine Minijob-Reform. "Die aktuelle Krise ist ein Alarmsignal. Minijobberinnen und Minijobber wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt, als die Restaurants, die Läden und die Schulen dicht machen mussten", sagt Mathias Eckardt, DGB-Regionsgeschäftsführer in Oberfranken. Da geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen seien, erhielten sie weder Kurzarbeiter- noch Arbeitslosengeld. Vielen blieben nur die viel zu niedrigen Leistungen der Grundsicherung. "Minijobberinnen und Minijobber mussten bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, überhaupt ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gerade in Krisenzeiten müssen sich Beschäftigte aber auf ein soziales Sicherungsnetz verlassen können. Minijobs lösen dieses Versprechen nicht ein", beklagt Eckardt und fügt hinzu: "Minijobs sind ein Relikt anderer Zeiten und müssen dringend reformiert werden." red