Der Countdown zur Entscheidung läuft - und der Traum vom Triumph beim nationalen Vereinswettbewerb "Sterne des Sports" 2020 lebt für den TSV Lonnerstadt 1948 weiter: Der Mehrspartenverein, der im November auf Landesebene bereits mit dem "Großen Stern des Sports" in Silber ausgezeichnet wurde, tritt für den Freistaat Bayern im Bundesfinale an und hofft dort auf den "Großen Stern des Sports" in Gold.

Die Entscheidung fällt am 18. Januar 2021 in der DZ Bank in Berlin. Unmittelbar neben dem Brandenburger Tor wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dort zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, den Sieger verkünden. Insgesamt hoffen 17 Vereine auf den "Oscar des Breitensports" und einen Siegerscheck in Höhe von 10 000 Euro.

Der TSV Lonnerstadt gehört zu den Finalisten, weil er mit seiner Initiative "#Summerchallenge @ TSV Lonnerstadt" ein alternatives Sportprogramm für seine Mitglieder ins Leben gerufen hat. "Die Idee kam uns während des Lockdowns im Frühjahr, als wir uns mit der Frage beschäftigten: Wie können wir die Leute zum Sporttreiben animieren?", sagt Sportvorstand Frank Iftner zu den Motiven der Verantwortlichen.

Punkte und Kilometer gesammelt

Und so hat es funktioniert: Von Mai bis August waren alle Vereinsmitglieder aufgerufen, durch Jogging, Walking, Schwimmen oder Radfahren Kilometer - und damit Punkte - zu sammeln. "Für 50 Punkte gibt es ein Freigetränk bei einem Heimspiel unserer ersten Fußballmannschaft und pro Liter geht ein Euro an den Kindergarten Lonnerstadt", erklärt Elena Haberkamm, Leitung Breitensport beim TSV. "Durch mehr als 20 000 zurückgelegte Kilometer kamen im Sommer 276 Liter Freigetränke zusammen - die Spendensumme für den Kindergarten haben wir auf 300 Euro aufgerundet." Zudem erhielt die Teilnehmerin mit den meisten Punkten einen Sonderpreis: ein Jahr beitragsfreie Mitgliedschaft.

Die Bewerbung des TSV lief über die VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach. "Die Idee mit der Summerchallenge ist einfach großartig. Von der Aktion haben in einem sehr herausfordernden Sportjahr der Verein, die Sportler und nicht zuletzt natürlich auch der Kindergarten profitiert", sagt der Vorstandsvorsitzende Johannes Hofmann. "Der TSV Lonnerstadt hat mit diesem Projekt völlig zu Recht den ‚Großen Stern des Sports‘ in Silber auf Landesebene gewonnen und wir drücken die Daumen, dass es vielleicht sogar für Gold reicht."

Ob es für den Verein am 18. Januar tatsächlich den "Großen Stern des Sports" in Gold von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geben wird, entscheidet eine hochkarätige Expertenjury. Prämiert werden die drei bestplatzierten Vereine unter den 17 Finalisten.

Aktion läuft seit 2004

Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene erhielten die Preisträger der "Sterne des Sports" in den vergangenen Jahren bereits mehrere Millionen Euro als Anerkennung und zum Ausbau ihres gesellschaftlichen Engagements. Bereits seit 2004 würdigt der DOSB zusammen mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und deren besonderes Engagement und vergibt in diesem Zusammenhang die "Sterne des Sports". Projekte aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung, Integration und Inklusion oder Klima-, Natur- oder Umweltschutz werden alljährlich ausgezeichnet. red