Drei Jahre schon kümmert sich Förster Hubert Helm um die 180 Hektar Weitramsdorfer Gemeindewald. Bei der Sitzung am Montag unterrichtete er den Gemeinderat erstmals über dessen Zustand des Waldes: "2020 war das schlimmste Kalamitätsjahr!", sagte Helm. Mit 3900 Festmetern habe der Einschlag infolge von Käferbefall und Windwurf fast vier Mal so viel betragen wie das Jahressoll von 1000 Festmetern. Von den 4,5 Hektar entstandener Schadfläche sei ein Hektar richtig kahl. Wie die Flächen wieder bestockt werden sollen, werde noch mit dem zuständigen Amt abgestimmt, berichtete der Waldbetreuer. Rund 23 000 Pflanzen sollen auf die geschädigten Flächen gebracht werden, vorrangig Mischbaumarten wie Kirsche, Elsbeere, Spitz- und Feldahorn oder Speierling. "Mindestens eine Handvoll Baumarten auf einem Hektar macht den Wald stabiler", sagte Helm. Die Fichte hat für ihn keine Zukunft. Selbst hinter der Kiefer steht für den Förster ein Fragezeichen: Sie weise ebenfalls Trockenschäden auf. Der Unterschied: "Der Käfer gibt kranken Kiefern den Rest, befällt aber selbst gesunde Fichten." Eine Prognose wollte er auf Nachfrage von Thomas Zapf (FW) nicht wagen. "Auch wenn es anders aussieht: 2021 ist bisher trockener als 2020 zu dieser Jahreszeit", sagte Helm. Zwar bremsten die niedrigen Temperaturen die Insekten aus, "aber mit trockenem, warmen Wetter sind wir wieder da, wo wir letztes Jahr waren." Immerhin zeige sich der Holzmarkt stabiler als 2020. Das Gemeindeholz selbst zu verwerten statt es "zu Schleuderpreisen zu verkaufen", sei "eine Frage des Wollens und der Organisation", beantwortete Helm eine Frage von Kupfer. Momentan sei aber alles schadbedingt eingeschlagene Holz verkauft. bek