Kein Problem mit verspäteten Zügen haben die Pendler im nördlichen Landkreis Bamberg. Ihr Problem ist vielmehr, dass derzeit überhaupt keine Züge fahren - weder aus noch in Richtung Lichtenfels noch von und nach Ebern. Pendler sind also auf den Schienenersatzverkehr angewiesen.
Drei Buslinien bedienen die Strecke Lichtenfels - Bamberg, eine die Strecke Ebern - Hallstadt. Manche sind aber auch aufs Auto umgestiegen. Doch gerade im Raum Breitengüßbach, wo die Bundesstraße 279 aus den Haßbergen und die Autobahn 73 zusammentreffen, wird es in den Spitzenzeiten des Pendlerverkehrs eng. Denn gebaut wird auch an der Autobahnbrücke im Norden Breitengüßbachs. Und auf der Bundesstraße 4, die aus Richtung Coburg kommend durch Breitengüßbach führt, herrscht dort auch noch reger Baustellenverkehr. Und durch den zusätzlichen Schienenersatzverkehr und die auf Auto umgestiegenen Pendler sind die offenen Straßen stärker als normal belastet.
Vielleicht liegt es daran, dass die wenigsten Pendler, die man fragt, der Bahn untreu werden wollen, wie es im Vorfeld etwa ein Sprecher des Bahnbetreibers Agilis, der die Strecke Ebern - Bamberg bedient, befürchtet wurde. Die Nebenstrecke, die in den vergangenen Jahren verstärkt Zuspruch fand, ist von der Vollsperrung nur deshalb betroffen, weil ihr Gleis in Breitengüßbach in die Obermaintrasse mündet - etwa einen Kilometer vor dem Baustellenende.