Bei der 9. Studien- und Berufsbörse konnten sich die Schüler bei den vertretenen namhaften Firmen über ihre Berufschancen informieren. "Der Kampf um die Köpfe hat begonnen", meinte der Landrat Christian Meißner bei der offiziellen Eröffnung.
Im Zeichen des demografischen Wandels würden sowohl die Hochschulen als auch die Firmen um die Schüler werben. Schließlich fehlten allein im Landkreis Lichtenfels Hunderte von Fachkräften.
"Ganz Oberfranken leuchtet, denn überall gibt es helle Köpfe, deshalb ist es wichtig, die jungen Leute mit den Anbietern von Berufen zusammenzubringen", unterstrich der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken, Harald Vorleuter.
Die meisten Firmen hatten in der Turnhalle, in der Aula und im Durchgang zum Neubau ihre Informationsstände aufgebaut, die bald von Schülern umlagert waren. Bei fast allen Firmen sind mittlerweile duale Studiengänge möglich, die bei den jungen Leuten auf großes Interesse stießen. So bietet das Michelauer Unternehmen Smia aktuell duale Studiengänge im Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau neben den Lehrberufen wie Elektroniker, Mechatroniker, Werkzeugmechaniker, Fachinformatiker und Technischer Produktdesigner an. Zurzeit befinden sich 120 junge Leute in der Ausbildung. Die beiden 16-jährigen Schüler des Meranier-Gymnasiums, Jakob Zillig aus Ebensfeld und Paul Schramm aus Bad Staffelstein, interessierten sich für ein duales Studium und ließen sich am Smia-Stand vom Ausbilder der Lehrwerkstatt, Alexander Baier, die Modalitäten erklären.


Viele wollen zu Concept Laser

Groß war auch das Interesse an der aufstrebenden innovativen Firma Concept Laser, die den Schwerpunkt auf die Ausbildung akademischer Fachkräfte im Bereich technischer Ingenieurberufe legt. Johannes Hoh und Thomas Mahr aus Kirchlein, die die 11. Klasse des Gymnasiums in Burgkunstadt besuchen, interessierten sich für ein entsprechendes Studium und erfuhren von den beiden Projektleiterinnen Marie Ebert und Johanna Hoch Einzelheiten.
Am Stand des Versandhauses Baur konnten sich die Schüler beim Ausbildungsleiter Max-Josef Weismeier über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in kaufmännischen, technischen, logistischen, kreativen (Mediengestalter, Fotograf) und IT-Berufen sowie dualen Studiengängen informieren. Mit dem Kaufmann im E-Commerce steht auch ein neuer Ausbildungsberuf zur Verfügung.
Sehr gut sind die Berufsaussichten bei der bayerischen Polizei, schließlich werden in diesem Jahr 1800 Einstellungen vorgenommen, wie der Einstellungsberater Peter Schuhmann erklärte. Neben der üblichen zweieinhalbjährigen Ausbildung gebe es auch die Möglichkeit für ein dreijähriges Studium. Der 15-jährige Gymnasiast Christoph Stretz aus Wiesen, dessen Opa bereits Polizist war, konnte sich eine Laufbahn bei der Polizei nach dem Abitur genauso vorstellen wie Lavinia Richter aus Lichtenfels. Gleich am nächsten Stand stellte sich auch die Bundeswehr vor. Am BRK-Stand warben Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak und sein Stellvertreter Stephen Bauersachs für die interessanten Berufe des Notfallsanitäters und des Altenpflegers. Beim Bauunternehmen Dechant mit seinen 500 Mitarbeitern sind noch mehrere Ausbildungsplätze frei.