Janina Reuter-Schad Wie Anfang September zu lesen war, stand der Eberner Glühweintreff, der seit 14 Jahren im Dezember am Marktplatz rund um den Neptunbrunnen stattfindet, kurz vor dem Aus. Die beiden Organisatoren Markus Zürl und Dirk Suhl berichteten, dass ihnen die Entscheidung schwergefallen sei, weil der Treff zu einer festen und gut besuchten Einrichtung in Ebern geworden sei.

Wie sie erklärten, können sie aus privaten und beruflichen Gründen die notwendige Zeit für die Organisation des Treffs nicht mehr aufbringen. Die Suche nach Freiwilligen, die den Treff betreuen könnten, blieb vorerst ohne Erfolg.

Neun Termine im Dezember

Mit dem Kulturring Ebern und dessen einstigem langjährigen Vorsitzenden Eberhard Wohl hat sich nun jedoch ein neuer Organisator gefunden. Der Vorstand des Kulturrings und Wohl haben sich dazu bereiterklärt, den Glühweinstand künftig zu betreuen. Nachdem Vorsitzender Walter Ullrich in der jüngsten Vorstandssitzung kurz das Konzept und den aktuellen Stand der Dinge erläutert hatte, sprach man sich dafür aus, von nun an den Glühweintreff zu organisieren.

Es wird voraussichtlich so aussehen, dass sich der Kulturring um das Organisatorische und die Absprache mit den jeweiligen Einrichtungen kümmert, die bei den einzelnen Treffen den Ausschank übernehmen. Eberhard Wohl übernimmt vor Ort die Bestückung und Belieferung des Standes sowie die Vorbereitungen an Ort und Stelle.

Beim Konzept soll Ullrich zufolge vorerst alles beim Alten bleiben. Es sind wieder neun Termine geplant. Der Glühweintreff findet wie gewohnt an den Dienstagen, Donnerstagen und Sonntagen im Zeitraum vom 4. bis 23. Dezember zwischen 17 und 20 Uhr statt. Wie bisher gibt es Glühwein, Kinderpunsch und Wienerle. Man will sich jedoch darum bemühen, des Öfteren eine musikalische Umrahmung für die Treffs zu bieten. Hierfür werden wohl bald Gespräche mit ansässigen Musikvereinen und Gruppierungen geführt.

Auch wird es in den nächsten Wochen Gespräche mit den städtischen Institutionen geben, die bisher den Ausschank am Glühweinstand betrieben haben und auch den Erlös bekamen. Das waren der Städtische Kindergarten Ebern/Jesserndorf, die Kinderkrippe Ebern, die Stadtbücherei Ebern und der Jugendtreff "Obendrin". Ullrich hofft, dass all diese Gruppierungen weiterhin mit im Boot sind.

Nach den Treffen und Gesprächen, die in der nächsten Zeit stattfinden werden, wird der Kulturring das offizielle Programm für den Glühweintreff 2018 vorstellen. "Unsere zweite Vorsitzende Lisa Meister und ich haben bereits ein Gespräch mit Dirk Suhl geführt. Er hat sich sehr darüber gefreut, dass es mit dem Glühweintreff weitergeht. Auch mit Eberhard Wohl haben wir uns schon getroffen, er hat sich schon um das Zubehör für den Glühweintreff gekümmert, das geht nun seinen Gang", freut sich Ullrich.

Weißwurst zum Faschingsstart

Neben dem Glühweintreff stand auch die bevorstehende Faschingssaison auf der Agenda der Vorstandssitzung. Hierfür steckt der Vorstand mitten in den Vorbereitungen. Unter anderem wurde das Motto für die Faschingssaison 2018/19 festgelegt, das aber bis zum Faschingsauftakt am 11.11. geheim gehalten wird. Da der 11.11. diesmal auf einen Sonntag fällt, will man die Faschingssaison im Rahmen eines Weißwurst-Frühschoppens einläuten. Auch die Termine für die Bunten Abende stehen schon fest. Diese finden am Freitag, 8., und Samstag, 9. Februar, statt. Der Eberner Faschingszug fällt auf den 3. März.

Fünf Angebote mehr

Neben dem Blick in die Zukunft stand auch ein Resümee zum Eberner Ferienprogramm der Vereine an, das der Kulturring heuer zum ersten Mal alleine in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei auf die Beine gestellt hat. Vom Besuch des Bauernhofs, dem Basteln einer eigenen Ledergeldtasche, diversen Spielenachmittagen hin zum Besuch bei der Polizei habe es ein abwechslungsreiches Programm gegeben, war man sich einig.

Auch Ullrich zeigt sich zufrieden: "Wir konnten letztlich 19 verschiedene Veranstaltungen von Eberner Vereinen in das Programmheft aufnehmen, fünf mehr als im Vorjahr. (...) Insgesamt haben 207 Kinder teilgenommen."

Künftig will man sich jedoch darum bemühen, noch mehr Eberner Vereine zu finden, die Veranstaltungen anbieten, so dass das Programm die ganzen Ferien über Spiel und Spaß für die Kinder bereithält. In den letzten Jahren waren es nicht genügend Veranstaltungen, um auch in den beiden Septemberwochen noch Aktionen anbieten zu können.