Die Bereitschaft der Bürger zu freiwilligem und ehrenamtlichem Engagement sinkt - auch was die freiwilligen Feuerwehren angeht. Gab es im Jahr 2012 in Bayern noch 1177 freiwillige Feuerwehren mit 39 209 aktiven Feuerwehrleuten, so waren es im Jahr 2019 1161 Wehren mit nur noch 37 700 Dienstleistenden. Nun muss auch die im Jahr 1888 gegründete FFW Kolmsdorf-Feigendorf mangels Nachwuchs ihre Eigenständigkeit aufgeben, wie der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zur Kenntnis nahm.

Mit nur sieben aktiven Feuerwehrleuten erfüllte die FFW Kolmsdorf-Feigendorf nicht einmal mehr die Voraussetzung für die kleinste taktische selbstständige Einsatzeinheit, die Löschgruppe, mit mindestens neun Feuerwehrleuten. Nachdem man sich bereits im Jahr 2017 zu einer gemeinsamen Dienststelle bei der Alarmierung mit der FFW Walsdorf zusammengeschlossen hat, ist nun die Eingliederung in die FFW Walsdorf der konsequente und letzte Schritt.

In den vergangenen Jahren hatte man sich vergebens um Nachwuchs in den Ortsteilen Kolmsdorf und Feigendorf bemüht, daher hat die Gemeinde Walsdorf bereits zu Beginn des Jahres das Gespräch mit den aktiven Feuerleuten aus der Wehr gesucht und man war sich einig, dass die Eingliederung als Löschgruppe in die FFW Walsdorf der richtige Weg ist, damit auch zukünftig der Brandschutz in den Ortsteilen Kolmsdorf und Feigendorf gewährleistet bleibt.

Das im Jahr 2004 angeschaffte und in Eigenregie renovierte Tragspritzenfahrzeug bleibt weiterhin für den Einsatzfall im Feuerwehrhaus in Kolmsdorf. Der Feuerwehrverein Kolmsdorf bleibt als eigenständiger Verein bestehen und ist von der Eingliederung nicht betroffen.

Die Amtszeit der Kommandanten der FFW Walsdorf endete automatisch nach sechs Jahren. Da wegen der Corona-Pandemie im November 2020 keine Neuwahl durchgeführt werden kann, bestellte der Gemeinderat einstimmig den bisherigen Ersten Kommandanten Thomas Feulner und seinen Stellvertreter Antonius Bergrab als "Notkommandanten", bis die Neuwahlen im nächsten Jahr durchgeführt werden können.

Weg soll gesperrt werden

Der Wirtschaftsweg im Anschluss an die Weipelsdorfer Straße in Walsdorf, nach dem Seniorenzentrum Walsdorf, wird neben seiner ursprünglichen Nutzung als Wirtschaftsweg auch als beliebter Spazierweg von den Besuchern des Seniorenzentrums und vielen Walsdorfer Bürgern genutzt. Der Weg ist aber auch eine beliebte Abkürzung für Autofahrer, die schnell die Verbindungsstraße Walsdorf-Tütschengereuth erreichen wollen und nicht den Umweg durch das Ortszentrum von Walsdorf fahren wollen.

Die Situation wird schon längere Zeit aufmerksam von der Gemeindeverwaltung beobachtet, bereits am frühen Morgen nutzen einige Walsdorfer Bürger diese Abkürzung mit ihrem Auto, um schnell die Verbindungsstraße zu erreichen, obwohl der Weg nur für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist. Dadurch kam es immer wieder zu sehr gefährlichen Situationen mit den Fußgängern, da viele Fahrzeugführer ohne Rücksicht auf die Spaziergänger den Weg benutzen. Der Gemeinderat beschloss nun, das durchgängige Befahren dieser Abkürzungstrecke mit Hilfe eines Absperrpfostens zu stoppen. Ebenso einstimmig wurden mehrere Bauanträge für Einfamilienhäuser genehmigt, darunter auch ein Umbau einer Scheune zu einem Wohnhaus in Feigendorf.

Feier wird verschoben

Erster Bürgermeister Mario Wolff (Freie Liste) informierte den Gemeinderat darüber, dass der Umzug des Laurentius-Kindergartens in das neue Kindergartengebäude neben dem Kindergarten Arche Noah erfolgt ist. Die für Ende November geplante kleine Eröffnungsfeier wurde abgesagt und auf das nächste Frühjahr verschoben.

Da die jetzige Gemeindebroschüre aus dem Jahr 2015 stammt, bereitet die Gemeindeverwaltung eine Neuauflage vor, welche die Neubürger mit aktuellen Informationen versorgen soll. Die neue Broschüre wird auch an alle anderen Bürger der Gemeinde verteilt.

Mindestens genauso wichtig wie eine aktuelle Gemeindebroschüre sind auch digitale Informationen und digitale Dienstleistungen, die die Gemeindeverwaltung anbietet. Hierzu gehört auch ein zeitgemäßer Internetauftritt der Gemeinde. Unter der Leitung von Zweitem Bürgermeister Stefan Huttner und Gemeinderat Lukas Kachelmann (beide Freie Liste) sowie ehrenamtlich engagierten Unterstützern wurde ein Arbeitskreis gebildet, welcher die Internetseite der Gemeinde fit für die Zukunft machen soll, da zukünftig auch immer mehr Dienstleistungen von Verwaltungen und Vereinen digital angeboten werden sollen.