Der Münchner Schriftsteller Ernst-Wilhelm Händler beschäftigt sich in seinen Romanen vor allem mit den Auswirkungen des Kapitalismus, der Finanzmärkte und der modernen Arbeitswelten auf die Menschen und deren Beziehungen. Wie kann sich Literatur mit diesen oft sehr komplexen Themen angemessen auseinandersetzen? Sind moderne Finanzmärkte und Geld überhaupt erzählbar? Als Gast der Reihe "Literatur in der Universität" gibt Händler am Mittwoch, 13. November, Antworten auf diese Fragen und Einblicke in seinen jüngsten Roman "Das Geld spricht". Die Lesung beginnt bei freiem Eintritt um 20 Uhr im Raum 00.25, An der Universität 2.

In "Das Geld spricht" lässt Händler buchstäblich das Geld selbst erzählen: Ein Unternehmensgründer möchte 500 Millionen Dollar anlegen und vertraut es zunächst einem Frankfurter Banker an. Dieser hat nun die Wahl zwischen drei Investmentstrategien, jede für sich riskant genug: Ist die Anlage bei einem Mathematik-Genie, der nur "Nano-Mann" genannt wird, die richtige Wahl? Oder doch eine äußerst eigenwillige Düsseldorfer Fondsmanagerin? Oder ein Selfmademan, der früher Hifi-Anlagen verkaufte und nun die Zeit zum Stillstand bringen will? Immer wieder mischt sich das Geld als Erzähler ein und mokiert sich über seinen schwindenden Wert, ist mitunter gekränkt, aber auch stolz und strotzt vor Selbstbewusstsein. Mit viel Fachwissen gespickt, führt Händler seine Leserschaft in die grotesken Welten des Geldhandels. red