Breiten Raum in der jüngsten Obertubacher Gemeinderatssitzung nahm die Behandlung verschiedener Bauanträge ein. Keine Einwände hatte der Rat bezüglich der Änderung des Flächennutzungsplanes "Sondergebiet Steinbruch und Baustoffe" der Stadt Gräfenberg.
Als kompliziert erwies sich in diesem Zusammenhang die Diskussion beim Antrag auf Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Fl. Nr. 804/18 in Bärnfels. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Bärnfels-Pottensteiner Weg. Geschäftsleiter Ulrich Meierhöfer schlug die Ablehnung wegen erheblicher Abweichungen von den Festlegungen vor. Dazu zählen unter anderen Dachform und Dachneigung, Geschoßigkeit, Höhe des Kniestocks, Ausrichtung.
Wo ist die rote Linie, die Konsequenz des Gemeinderates?
Das sind alles Fragen, die Gemeinderat Roland Wölfel (BW-GO) seit Beginn der Wahlperiode als Problem thematisiert hat. Jetzt zeigte sich, dass letztlich wieder alle Gemeindevertreter für die Möglichkeit des Bauens sind - die Abweichungen aber so weit gehen, dass möglicher Weise auch das Bauamt im Landratsamt nicht mehr zustimmt. Letztlich kamen zwei Versionen zur Abstimmung. Wölfel schlug das Befürworten des Bauantrages mit den Abweichungen vor - allerdings mit der Maßgabe, dass die Änderung des Bebauungsplanes umgehend in Angriff genommen wird.


Formlose Information

Bürgermeister Markus Grüner lehnte das Junktim ab, das er rechtlich für nicht machbar hält. Er ist für eine Befürwortung und eine separate formlose Information an das Landratsamt, dass die Absicht besteht, den Bebauungsplan kurzfristig auf neuesten Stand bringen zu lassen.
Diese Version wurde angenommen. Jetzt liegt der Ball erst einmal beim Amt. Das Thema Änderung des Bebauungsplanes soll in der nächsten Sitzung weiter verfolgt werden.