Werner Reissaus

Bei der Gestaltung der Erddeponie in Altenreuth an der Behelfsausfahrt der Bundesautobahn (A 70) hat sich der Gemeinderat am Dienstagabend auf eine leicht veränderte Planung (Variante 4) einstimmig festgelegt. Die Seitendeponie mit Lärmschutzwirkung erhält zur Autobahn eine Böschungsneigung von 1:2 und nach der Anlegung einer Berme eine Böschung zur Gemeindeverbindungsstraße Zettmeisel-Altenreuth mit einem Böschungswinkel von 1:2,5. Für die Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen ist die Autobahn GmbH Nordbayern zuständig, wie Bürgermeister Günther Hübner (CSU) erklärte.

Mit der Anlegung einer Berme (horizontales Stück in der Böschung) soll auch die Pflege der Seitendeponie erleichtert werden. Im oberen Bereich der Seitendeponie kommt es zu einer Lärmschutzbepflanzung und im unteren Bereich soll das ursprüngliche Bild der Landschaft noch erkennbar sein; allenfalls könnte dort eine Streuobstwiese angelegt werden, wie Bürgermeister Hübner vorschlug. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr umgesetzt werden.

Das Verfahren zur Einbeziehungssatzung Altenreuth verglich Bürgermeister Günther Hübner vom Arbeits- und Zeitaufwand mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes: "ein Wahnsinnsaufwand!" In der Sitzung wurden die vorgebrachten Anregungen und Einwendungen der Träger öffentlicher Belange vom Gemeinderat gewürdigt und berücksichtigt, alles einstimmig. Die Einbeziehungssatzung geht jetzt nochmals in die Auslegung.

Sehr umfangreich informierten Bürgermeister Günther Hübner und sein Stellvertreter Manfred Zapf (CSU) den Gemeinderat von Veranstaltungen des Bayerischen Gemeindetages und einem "Runden Tisch" am Landratsamt Kulmbach zur aktuellen Kinder- und Betreuungspolitik sowie zur Befragung der künftigen Bedarfsfeststellung für die Kindertagesstätten. Hier wurde deutlich, dass es zunehmend an Fachpersonal fehle. Hübner bemängelte, dass die Politik ein Anspruchsdenken schaffe, aber es fehle dafür das notwendige Fachpersonal. Kritik übte Hübner auch an der mangelnden Kooperation bei der Einhaltung des Personalschlüssels.

Wie Bürgermeister Günther Hübner zu den laufenden Baumaßnahmen berichtete, ist die Durchpressung für den Anschluss an den "Bayreuther Ast" der Fernwasserversorgung am Bahnkörper abgeschlossen. Recht "zäh" verlaufe die Sanierung an den Wasserhochbehältern.

Beim Bau des Regenwasserkanals in Blumen-/Raiffeisenstraße und Tulpenweg ist die Gemeinde bei den Anliegern auf breites Verständnis gestoßen. Kein Verständnis zeigte Hübner indes dafür, dass dem einen oder anderen Anlieger die Asphaltarbeiten in der Raiffeisenstraße nicht schnell genug gehen.

Das Starkregenereignis in der Bundestag-Wahlnacht habe in Harsdorf vor allem den Ort Sandreuth stark in Mitleidenschaft gezogen, besonders den Zimmereibetrieb Lauterbach. Gemeinderat Wilhelm Lauterbach (FW), der Inhaber des Betriebs, dankte den Feuerwehren aus Harsdorf, Trebgast und Feuln-Waizendorf, die bei der Schadensbewältigung kräftig mithalfen.

Glückwünsche richtete Bürgermeister Günther Hübner an Gemeinderat Stefan Holzheu (SPD), der den Sepp-Daxenberger-Preis der bayerischen Grünen erhielt, weil er nachgewiesen habe, dass die Berechnung der Infraschallbelastung durch Windkraftanlagen fehlerhaft und viel zu hoch sei. Mögliche Gesundheitsschäden durch Schall im nicht hörbaren Spektrum galten lange als Hauptargument gegen Windräder. Das Preisgeld spendete Holzheu für die erste gemeindliche Solaranlage in Harsdorf, die auf dem neuen Feuerwehrhaus entsteht.