Kultur kostet - nicht nur Schweiß und harte Arbeit, sondern kostet auch Geld. Damit es daran nicht scheitert, unterstützen zahlreiche Sponsoren die Rosenberg-Festspiele finanziell. Zwei Wochen vor der Premiere wurde am Freitagabend diesen Sponsoren im Rahmen einer kleinen Feier gedankt.
Ohne die Sponsoren gäbe es die Rosenberg-Festspiele nicht, machten sowohl der Dritte Bürgermeister Markus Wich (CSU) als auch die Chefin des Tourismusbüros, Kerstin Löw beim Sponsorenabend in der Alten Markthalle deutlich. "Wir wüssten sonst nicht, wie wir die Kosten stemmen könnten".
Es waren Vertreter von Firmen und Dienstleistern gekommen. Sie signalisierten damit, wie wichtig ihnen die Unterstützung der Festspiele ist.
Markus Wich sprach davon, dass bei den 21. Festspielen in diesem Jahr "anspruchsvolle und frische Akzente" präsentiert werden. "Wir alle sind sehr gespannt!" "Die Zeit vergeht wie im Flug", so Kerstin Löw. Sie bedankte sich bei den Sponsoren nicht nur für die finanzielle sondern auch für die "emotionale Unterstützung". Die Kronacher lieben ihre Festspiele, stellte Löw fest. Großes Lob zollte sie der Regisseurin Heidemarie Wellmann. "Sie hat Unmenschliches geleistet!" Wie Jörg Gremer vom Marketing und Management der Rosenberg-Festspiele erklärte, dient der Sponsorenabend aber nicht nur als "Dankeschön", sondern es sollen bei diesem Anlass auch die Sponsoren miteinander ins Gespräch kommen. Zudem sollen die Sponsoren vorab und in kleiner Runde die Künstler und Schauspieler kennen lernen. Während des Abends gab es bei Sekt und Häppchen auch jeweils eine Kostprobe von "Der Besuch der alten Dame" und von "Der Widerspenstigen Zähmung". Beim Besuch der alten Dame ging es darum, dass die "reichste Frau der Welt" Claire Zachanassian (Daniela Ilian") nach 45 Jahren in ihre mittlerweile verarmte Heimatstadt Güllen zurückkehrt. Sie trifft ihren Jugendfreund Alfred (Wolfgang Scheiner) wieder, der sie sitzengelassen hatte ...
Bei der kleinen Einlage von "Der Widerspenstigen Zähmung" stellten Katharina (Heidemarie Wellmann) und Petruchio (Hardy Kistner) ihr schauspielerisches Können unter Beweis. Inhaltlich geht es hier darum, dass die ältere Tochter von Baptista Minola (dies ist ein wohlhabender Bürger aus Padua) durch ihr ungestümes Wesen der Männerwelt Angst und Schrecken einjagt, bis Petruchio erscheint ...
Kein Zweifel, die beiden Kostenproben haben die Sponsoren neugierig werden lassen. Sie freuen sich nun auf die Vorstellungen und hoffen - ebenso wie die Schauspieler und Kerstin Löw - auf einen "Bomben-Theatersommer". Aufgeführt wird 2016 bei den Rosenbergfestspielen außerdem "Die kleine Hexe" von Otfried Preussler. vs