Mit dem Einbau eines Feinrechen und eines Absetzbecken stünden hohe Vorleistungen bei der Gemeinschaftskläranlage Sulzthal/Ramsthal/Euerdorf an, um bei der Klärschlammentsorgung beim Abwasserzweckverband Thulba mitmachen zu können, informierte Bürgermeister August Weingart den Gemeinderat. Das ließ auch wieder eine Diskussion um eine Lösung in Sachen Kläranlage aufkeimen. Weingart gab zu, dass der Kläranlagenausschuss aus verschiedenen Gründen seit Langem nicht mehr zusammengekommen sei. Anfang nächsten Jahres soll es wieder ein Treffen geben.

Eine Überprüfung des Wasserhochbehälters am Trieberg ergab zunächst, dass die Bausubstanz noch ordentlich sei. Jetzt informierte Weingart den Rat, dass eine Generalsanierung anstehe, bei der Wasserkammern, Rohranschlüsse und Lüftungssysteme zum Preis von rund 350 000 Euro saniert werden sollen. Einige Räte zeigten sich von der Größenordnung überrascht, und man verlegte den Sitzungspunkt kurzerhand in den nichtöffentlichen Teil.

Die Allianz Fränkisches Saaletal strebt ein Regionalbudget für Kleinprojekte ab 500 Euro an, der Markt Sulzthal stimmte dem zu. Beim Strategieseminar hätte man darüber informiert, so Weingart. Es seien auch schon fünf Personen ausgewählt, um die Projekte einzuordnen und zu prüfen.

Es sei versäumt worden, für die Installation der Kinderkrippe im Kindergarten eine Nutzungsänderung zu beantragen, informierte Weingart. Dies sei aber nur eine formelle Sache. Sobald alle Unterschriften vorlägen, soll es in einer der nächsten Sitzungen nachgeholt werden. Einstimmig sprach sich das Gremium für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf Fl.Nr. 672/19 und 672/38 aus. Die nötigen Befreiungen vom Bebauungsplan wurden erteilt.

Bei der Stellungnahme zum Flächennutzungsplan "Solarpark Häuslein" der Gemeinde Ramsthal sprachen sich fünf Räte dagegen aus. Grundsätzlich befürworte man Solaranlagen, aber nicht auf Freiland-Ackerflächen. Man will sie vielmehr auf Dächern sehen. Bürgermeister Weingart bezweifelte, dass dies ein Grund zur Ablehnung sei. Grundsätzlich befürwortete man dagegen die Bildung einer "Helfer-vor-Ort-Gruppe", sieht bei der Durchführung aber noch Gesprächsbedarf. Man sah die Ansiedlung der Gruppe eher beim Roten Kreuz als bei der Feuerwehr. Innerhalb der Wehren der VG sollten hier noch Gespräche geführt werden, so die einhellige Meinung.

Dem Förderantrag der Caritas wurde entsprochen. Man beschloss, 428 Euro (50 Cent pro Einwohner) beizusteuern. Der Beschluss ist gültig bis 2026. Am Lagberg sind 14 Wasserschieber defekt und sechs beschädigt, aber noch funktionsfähig. Das Gremium beschloss die defekten Schieber zum Preis von rund 2500 Euro pro Schieber auszutauschen. Die diesjährige Bürgerversammlung entfällt aufgrund der Corona-Pandemie.