In der Krippe in Weilersbach wird es sehr eng. Schon heute gibt es sechs Anmeldungen mehr als Plätze vorhanden sind. Für 2021 wurden weitere elf Kinder angemeldet. Eine solche Entwicklung erwartete bereits der vergangene Gemeinderat. Schon vor etwa einem Jahr überlegte man einen Anbau an den nördlichen Trakt des Kindergartens. Dieser verzögert sich deutlich, weil noch nicht klar ist, wie Zuschüsse fließen, teilte Bürgermeister Marco Friepes (CSU) mit.

Wegen der Nachfrage hat er bereits mit der Fachberatung am Landratsamt Kontakt aufgenommen, in welchen Räumen eine Notkrippe für ein bis zwei Jahre eingerichtet werden könnte. Verworfen wurde der Pfarrsaal wegen seiner baulichen Form. Auch die beiden Ratssäle schieden aus. Zwar will die Gemeinde dort die Böden erneuern, aber die Sanitäreinrichtungen sind zu klein, um einen Wickelplatz einzurichten. Bleibt nur das St.-Anna-Haus im Eigentum der Kirchenstiftung. Sie ist wohl zu einer langfristigen Vermietung oder einen Verkauf an die Kommune bereit. Damit kann die Gemeinde leben, gibt es im Nachgang Nutzungsmöglichkeiten für andere Aktivität oder auch Wohnungen.

Geeignet ist das Obergeschoss. Es müsste allerdings wegen des Brandschutzes das Treppenhaus abgesondert und eine Fluchttreppe errichtet werden. Dies dürfte in der Größenordnung von 50 000 Euro liegen. Dagegen kommt laut Friepes die Miete eines Containers auf 70 000 Euro, dessen Kauf auf 150 000 Euro. "Heute erwarte ich nur ein Signal, dass wir dieses Konzept angehen können", beendete Friepes seinen Sachvortrag. Ähnlich hoch ist der Zuspruch bei der Mittagsbetreuung: 33 der 65 Weilersbacher Grundschüler sind angemeldet; bisher waren es 27. Da die Zahl für drei Gruppen reicht, wird die Gemeinde eine zusätzliche Betreuungskraft (für zehn Wochenstunden) einstellen.

Urnen und Bestattungswald

Ebenfalls Impulscharakter hatte der Tagesordnungspunkt Urnengräber. Weilersbach hat auf dem kommunalen Teil des Friedhofs zwei Stelen für Urnen aufgestellt. Sie wurden gut angenommen. Da zudem in Reifenberg wegen des felsigen Geländes der Platz für Gräber knapp wird, soll eine Lösung für die Zukunft gefunden werden. Friepes nannte als Alternativen: eine weitere Stele, Urnenbestattungen in normalen Gräbern oder speziellen kleineren.

Es kämen auch Urnenröhren in Betracht, wie sie in Kirchehrenbach in einem Pflanzbeet angelegt wurden. Auf jeder liegt ein Findlingsstein mit einer Namentafel des Bestatteten. Norbert Sebald (BR) zeigte Bilder von der Anlage in Forchheim. Hermine Kemmerth (CSU) brachte auch noch den Gedanken eines Friedwalds/Baumbestattungen bei der Reifenberger Kapelle ins Gespräch. Diese Idee will man mit dem Förster besprechen. Im Herbst, so hofft man, kann sich der Rat Gestaltungen von Urnenbestattungsbereichen auswärts anschauen.

Verein will Garagen errichten

Schon seit Längerem will der Heimat- und Trachtenverein Garagen errichten, um einen Wagen und Material gut zu lagern. Da derzeit die Bauverfahren für ein neues Musik- und ein Schützenheim laufen, bot die Gemeinde ihre Fläche dazwischen als Stellplatz an. Der Vorstand des Vereins entschied sich aber für einen Standort um das Feuerwehrhaus herum. Anton Dennerlein (BR) hält das für ideal, da der Wagen auch von anderen Vereinen genutzt wird. Die Gemeinde werde das bei den Planungen für die Erweiterung der Fahrzeughallen berücksichtigen, sicherte Friepes zu. Voraussichtlich rückt der neue Teil des Feuerwehrhauses Richtung Hang und die Zufahrt kommt an den südlichen Rand des Geländes. So wäre im nördlichen Bereich Platz für die zwei Garagen.