In ihren Statements zum Kreishaushalt beschworen die Fraktionssprecher ein gemeinsames Handeln, um den Landkreis trotz der Corona-Pandemie weiter nach vorne zu bringen.

Für die CSU machte Gerhard Schneider die finanziellen Auswirkungen der Krise auf Wirtschaft, Kommunen und Menschen deutlich. "Der Landkreis Kulmbach muss handlungsfähig bleiben. Bei allen Unwägbarkeiten, die noch auf uns zukommen werden, können wir feststellen, dass dieser Haushalt erneut ein solides Zahlenwerk darstellt. Wir setzen unseren Weg einer ausgewogenen und zukunftsgerichteten Finanzwirtschaft fort."

Werner Burger (FW) sprach von einem von Stabilität und Kontinuität geprägten Haushalt. Man könne zuversichtlich in die Zukunft blicken. Der Kreistag versuche stets, sparsam zu wirtschaften. Auch die Zusammenarbeit mit den Kommunen sei sehr gut. Als sehr positiv bezeichnete Burger die Schuldenentwicklung der vergangenen Jahre.

Für die SPD-Fraktion machte Simon Moritz deutlich, dass mit dem Haushalt 2021 nach mehreren Jahr der finanziellen Gesundung ein Wendepunkt eintrete: "Zugegeben, wir sind zum Glück ein gutes Stück davon entfernt, von einem schlechten Haushalt reden zu müssen. Wir können unsere Pflichtaufgaben mit einem vertretbaren Maß an Neuverschuldung erfüllen, halten in etwa unser Niveau an freiwilligen Leistungen und leisten im Vermögenshaushalt - wenn auch hier auf deutlich reduziertem Niveau - wichtige Investitionen insbesondere im Bereich der weiterführenden Schulen."

Große Sorgen, so Moritz, bereite der SPD allerdings der erneute explosionsartige Anstieg des Zuschussbedarfs in der Jugendhilfe auf knapp zehn Millionen Euro.

Pia Kraus ging als Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen auf die Schwerpunkte ein, die ihrer Fraktion auch langfristig besonders am Herzen liegen und nicht vom Rotstift betroffen sein dürfen. Dazu gehöre der Öffentliche Personennahverkehr, "ein zukunftsweisendes Thema, um unsere Region für alle Altersgruppen und Einkommensschichten attraktiv zu halten". Sie warb dafür, den Nahverkehr auch in Zukunft trotz aller Herausforderungen mit soliden Finanzmitteln auszustatten "Ich bin überzeugt, diese Investitionen lohnen sich."

Der Haushalt 2021 ist nach den Worten des WGK-Sprechers Ralf Hartnack in allen Punkten nachvollziehbar und logisch aufgebaut. Man verfolge die richtige Zielrichtung. Wichtig sei, dass die kreisangehörigen Städte, Märkte und Gemeinden unterstützt und entlastet, alle anstehenden Pflichtaufgaben des Landkreises vollumfänglich erfüllt, die Schulden konsequent abgebaut und dennoch Investitionen in die Zukunft getätigt werden. Besonders die Haushalts-Ansätze bei den Schulen seien in doppelter Hinsicht zukunftsweisend.

Zustimmung kam auch von Veit Pöhlmann für die FDP-Fraktion: "Wir vertrauen Landrat Klaus Peter Söllner und der Verwaltung uneingeschränkt, dass sie sich der besonderen Verantwortung bewusst sind und die zur Verfügung gestellten Mittel und Entscheidungsspielräume sachgerecht und weitsichtig nutzen werden." Die FDP vertrauen auch auf das System der kommunalen Selbstverwaltung, das so stabil sei, "dass es diese vorübergehende Schwäche unbeschadet überstehen wird". Und auch der Kreistag sei kraftvoll genug, um flexibel auf heute noch nicht erkennbare Situationen zu reagieren.

AfD-Fraktionschef Georg Hock übte deutliche Kritik an den Leistungen nach dem bundesdeutschen Asylbewerberleistungsgesetz: "Sie werden zwar durch entsprechende Landesmittel ausgeglichen, jedoch müssen auch diese Mittel vom Steuerzahler, letztendlich auch in Stadt und Kreis Kulmbach, aufgewendet werden."

Als Neuling im Kreistag sah sich Oswald Greim (Die Linke) noch nicht in der Lage, das Zahlenwerk zu kommentieren. Er sei aber bereit, den Haushalt, der auch Perspektiven aufzeige, mitzutragen. Rei.