karl heinz wirth Der Gemeinderat Pinzberg hat ohne großes Prozedere und mit einhelliger Zustimmung grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich "Umfeld Lidl Gosberg" gegeben. Momentan wächst noch Mais auf der Fläche. Aber schon in absehbarer Zeit könnte dort ein Verbrauchermarkt stehen.

Rüdiger Helmich vom Büro Weyrauther in Bamberg erläuterte dem Gremium die Planung. Das Gebiet liegt zwischen der Bahnlinie Ebermannstadt und Reuther Straße in Richtung Kirchehrenbach. Die Fläche ist in der FNP-Änderung als "Sondergebiet Einzelhandel" ausgewiesen. Die Verkaufsfläche von Lidl beträgt 1200 Quadratmeter. "Bei der bestehenden Querungshilfe wurde vom Straßenbauamt schon eine Linksabbiegerspur vorgesehen", erklärt Helmich. Wichtig sei aber auch, dass der Grad der Versiegelung äußerst geringgehalten werden soll.

Erschließung ist gesichert

Ab der OD-Grenze besteht eine Bauverbotszone von 15 Metern, das bewirkte, dass das Baufenster angepasst werden musste. Die Erschließung mit Strom, Wasser sowie Abwasser ist gesichert. Das Oberflächenwasser, das nicht auf dem Grundstück versickert, wird über einen Graben abgeleitet. Ein Lärmschutzgutachten wird erstellt. "Die geforderten Ausgleichsflächen müssen noch bereitgestellt werden", so Helmich.

Gemeinderat Stefan Hack (CSU/Bürgerblock) regte an, Ausgleichsflächen auf dem Grundstück mit auszuweisen. "Dies soll gemacht werden", antwortet der Planer, doch diese würden nicht ausreichen. Hermann Greif (CSU/Bürgerblock) schlägt vor, die Dachfläche zu begrünen, womit auch Regenwasser zurückgehalten wird.

Positiv sei, so der Planer am Schluss seiner Ausführungen, dass die Ansiedlung eines Grundversorgers ein Gewinn für die Infrastruktur der Gemeinde ist. Der Gemeinderat billigte anschließend sowohl den überarbeiteten Flächennutzungsplan als auch den neuen Bebauungsplan "Umfeld Lidl Gosberg".

In Gosberg tut sich etwas in Sachen Mehrgenerationenspielplatz beim Feuerwehrhaus. Der Gemeinderat gibt grünes Licht. Oma und Opa gehen mit ihren Enkeln auf den Spielplatz. Während die Kleinen spielen, bleiben die älteren Herrschaften aber nicht gemütlich auf der Bank sitzen, sondern können sich dank moderner Sportgeräte wie Ganzkörper- oder Rückentrainer selbst auch ein bisschen fit halten. Rückenstrecken, sich dehnen oder etwas für die Oberschenkelmuskulatur tun, das alles wäre möglich. Wer etwas für Fitness und Gesundheit tun will, wäre also durchaus an der richtigen Adresse. Zum Ausruhen stehen anschließend Bänke zur Verfügung.

Eine tolle Idee, die hinter dem Konzept des Bauausschusses für einen Mehrgenerationenspielplatz für den Spielplatz in Gosberg steckt. Das findet auch Thorsten Glauber, der die Idee, Feuerwehr und Spielplatz für eine gute Kombination hält. Michael Schmitt (FW) stellte das Konzept vor. "Der Spielplatz am Feuerwehrhaus Gosberg liegt im Sanierungsgebiet und ist nicht mehr attraktiv", so Schmitt. Dazu ist es erforderlich, die Umzäunung zu erneuern, den gepflasterten Weg zu entfernen sowie die Rasenflächen neu anzulegen.

Marode Geräte kommen weg

Was an Spielgeräten noch verwendet werden kann, sollte erhalten bleiben und alle maroden Geräte entfernt und durch neue Spielgeräte ersetzt werden. Angedacht ist eine Spiel-Rutsch- Kombination mit zwei Türmen, wovon einer für Kinder unter drei Jahren reserviert ist. Weitere Geräte wären ein Barrengerät und Balancier-Parcours meinte er.

Einhergehend mit diesen Arbeiten werden die Parkflächen am Feuerwehrhaus gepflastert. Die Feuerwehr hat sich bereiterklärt, die Arbeiten in Eigenleistung auszuführen, während die Gemeinde die Materialkosten übernimmt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 49 500 Euro. An Förderung für beide Maßnahmen werden gut 20 000 Euro erwartet. Um die Kosten für den Mehrgenerationenspielplatz so gering wie möglich zu halten, wird vorgeschlagen, den Bauhof bei den Arbeiten miteinzubeziehen.