Über 50 Mitglieder des TV Königsberg nahmen an der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins im kleinen Saal der Rudolf-Mett-Halle teil. Im Blickpunkt stand die geplante Renovierung des Gebäudes am städtischen Sportgelände an der Unfindener Straße mit der finanziellen Beteiligung des Vereins.
Hierzu zeigte Vorsitzender Johannes Burkard anhand einiger Bilder zunächst den teilweise desolaten Zustand des Gebäudes und seiner "Innereien" auf. Gebaut wurde die Anlage 1978. Auch die derzeitige Raumaufteilung entspricht nicht mehr den Anforderungen. Er kam zu dem Fazit: "Es führt kein Weg an der Sanierung vorbei."
Dieser Meinung schloss sich der Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FW) an, der aufzeigte, dass das Gebäude in vergangener Zeit nur immer von Problemfall zu Problemfall provisorisch hergerichtet wurde. Er gab auch zu verstehen, dass eine Sanierung durch die Stadt allein nicht möglich sei. Bittenbrünn ging auf die weitere Nutzung ein. Dabei machte er klar, dass ein Hauptnutzer des Gebäudes weiterhin die Grundschule in Königsberg sein werde. Nur dadurch könnten die errechneten Gesamtkosten von circa 546 000 Euro über die Schulsportförderung von der Regierung von Unterfranken bezuschusst werden. 290 000 Euro werden von der Behörde in Würzburg erwartet. Claus Bittenbrünn betonte auch, dass nur förderfähige Kosten bezuschusst würden. Das Stadtoberhaupt informierte zudem darüber, dass der Stadtrat seine Zustimmung für den Mindestanteil von zehn Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 60 000 Euro bereits gegeben habe.
In die von Johannes Burkard dargelegten Gesamtkosten mit einberechnet wurden Eigenleistungen in Höhe von 35 000 Euro und Spenden von 40 000 Euro, so dass auf die außerschulischen Hauptnutzer noch rund 160 000 Euro zukommen würden.
Für die Abgleichung des Restbetrages stellte Burkard zwei Varianten vor, da seitens der Beteiligung des zweiten Nutzers des Sportgebäudes, der Schützengesellschaft in Königsberg, noch keine Entscheidung getroffen wurde. Diese müsste von der noch zu finanzierenden Summe 20 Prozent übernehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann würde sich der Eigenanteil des TV an der Sanierung um 30 000 Euro erhöhen.
Trotz der Unsicherheit über die Höhe der Gesamtbelastung, die auf den TV zukommt, gab es bei der Abstimmung über die Sanierung des Sportgebäudes, bei einer Enthaltung, keine Gegenstimmen. Auch die Abstimmung über die damit verbundene Erhöhung des Mitgliederbeitrages brachte das gleiche Ergebnis. Der Jahresbeitrag für Erwachsene wurde um zehn Euro angehoben und beträgt somit jährlich 60 Euro. Rentner, Jugendliche und Schüler müssen jeweils drei Euro mehr bezahlen, so dass Rentner und Jugendliche in Zukunft 28 Euro sowie Schüler 18 Euro im Jahr entrichten. sn