Es ist die alljährlichkommende Preissteigerung und für viele keine Überraschung mehr. Die Fahrkarten innerhalb des Verkehrsverbundes werden teurer.
Die Erhöhung setzt sich zusammen aus der prognostizierten Kostensteigerung bei den Verkehrsunternehmen von rund 2,5 Prozent sowie einem Aufschlag von 0,5 Prozent, der der schrittweisen Entlastung der Städte und Landkreise dient. Diese haben rund 20 Jahre lang Ausgleichsleistungen für Fahrpreissenkungen bei früheren Erweiterungen des Verbundraumes getragen.


Personal kostet Geld

Als stärkster Kostenfaktor machen sich die Aufwendungen für das Personal bemerkbar, mit einem Plus von 3,17 Prozent. Besonders im Regionalverkehr musste angesichts des Fahrermangels bei den Tarifabschlüssen nachgezogen werden. Deutlich steigend ist auch der Kapitalbedarf für Beschaffungen bei den Fahrzeugen sowie für Investitionen in Betriebsleitsysteme, Sicherungstechnik und Fahrgastinformation.
VGN und Verkehrsunternehmen erwarten durch die Tarifanhebung Mehreinnahmen von rund 9,4 Millionen Euro. Ohne diese Mittel könnten die hohen Standards beim Verkehrs- und Serviceangebot nicht gehalten werden. Darüber hinaus sind weitere Zukunftsaufgaben zu finanzieren, für die es keine zusätzlichen oder nur unzureichende staatliche Mittel gibt: so etwa der weitere barrierefreie Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur oder die Digitalisierung zum Beispiel bei Auskunfts- und Vertriebssystemen.
Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Aufwand für das Leistungsangebot um 2,6 Prozent auf über 742 Millionen Euro. Die erzielten Fahrgeldeinnahmen in Höhe von 340 Millionen Euro deckten den Aufwand
nur zu knapp 46 Prozent, der größere Teil wurde aus Steuermitteln finanziert.Neue Fahrpreise gelten ab dem 1. Januar 2018.