Gedacht ist es zum "Wassertreten", aber das Wasserbecken am "Queckbrünnlein" wird zunehmend als Hundebad missbraucht. Dieser Umstand war ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Hauptversammlung des Haßbergvereins (HBV) Königsberg. Wanderwart Manfred Keß berichtete darüber. Er konnte zunächst mit positiven Zahlen aufwarten, musste aber eben auch von zwei unerfreulichen Erscheinungen im Jahr 2017 berichten.
So wird die von Mitgliedern des HBV in den letzten Jahren mit viel Eigenleistung und auch finanziellem Aufwand hergerichtete Naherholungsstätte "Queckbrünnlein", welche zum Ausruhen, aber mit einem angelegten Wasserbecken auch zum "Wassertreten" genutzt werden kann, in zunehmendem Maße auch für das Baden von Hunden missbraucht. Dabei wurde das dort angebrachte Schild "Hunde baden verboten" einfach missachtet. Ein Hundebesitzer ging sogar so weit und wandelte dieses Schild durch Übermalen in "Hunde baden" um. Manfred Keß appelliert dahingehend an die Hundebesitzer ihre Vierbeiner in Zukunft bitte doch woanders zum Bade zu führen.


Mountainbiker ein Dorn im Auge

Die zweite unerfreuliche Erscheinung ist für den Wanderwart, dass der neu angelegte Fußweg "Burgsteig", der vom Bleichdammparkplatz an der Stadthalle durch das Gebiet der "Else" hinauf zum Schloßberg führt, immer häufiger von Mountainbikern zweckentfremdet wird. Dadurch werde der mit viel Mühe angelegte Weg nicht nur beschädigt. Außerdem stellten die oft sehr schnell abwärts fahrenden Fahrer eine Gefahr für auf dem Weg laufende Wanderer dar, wie er schon selbst beobachten konnte. Keß hofft, dass ein aufgestelltes Schild die Mountainbiker von einer weiteren Benutzung des Burgsteigs als Fahrtstrecke abhält.
Erfreulich die Zahlen über das Wanderjahr 2017, die aufzeigen, dass die Wanderlust beim HBV Königsberg ungebrochen ist. So konnten die Versammlungsteilnehmer erfahren, dass im Jahr 2017 insgesamt 20 Veranstaltungen geplant waren, von denen 18 durchgeführt wurden. Von diesen 18 Veranstaltungen waren 14 Wanderungen, davon zwei mit natur- bzw. heimatkundlichem Charakter.
Dazu kamen zwei Festveranstaltungen und zwei Ausflugsveranstaltungen. An den 14 Wanderungen nahmen 271 Wanderer teil. Im Schnitt waren das 19,4 Teilnehmer pro Wanderung, im Vorjahr 16,8. Die Beteiligung hat sich damit in 2017 erfreulich nach oben entwickelt. Die Streckenlänge betrug insgesamt 209 Kilometer, im Schnitt waren das 14,9 Kilometer pro Wanderung.
Des weiteren informierte Manfred Keß die Versammlungsteilnehmer über die für 2018 geplanten Veranstaltungen. Für die leistungsstärkeren Wanderer ist auch diesmal wieder einiges dabei. So wird neben der traditionellen Wanderung in der Karwoche im Grabfeldgau mit 28 Kilometer, die von Manfred Grimmer geführt wird, auch wieder eine Zwei-Tages-Wanderung angeboten. Sie führt durch die Fränkische Schweiz, von der Wiesent zur Pegnitz. Paul Vonhausen führt die zusammen mit Dieter Schneider ausgearbeitete, insgesamt 60 Kilometer lange Tour. Aber auch kürzere Wanderstrecken mit interessanten Erlebniszielen werden angeboten.


Veranstaltungsprogramm

Zusammenfassend meinte Keß, dass alle Veranstaltungen im Internet auf der Homepage www.hassbergverein.de eingesehen werden können. Sie werden zudem im neuen Schaukasten am Bleichdammsee und in der Tagespresse bekannt gegeben.
Wanderfreund Dieter Schneider hatte wieder sein umfangreiches Archiv an Vorwanderungen zur Verfügung gestellt und auch aktiv neue Wanderungen und Veranstaltungen recherchiert. Damit erleichterte er die Vorarbeit zum Veranstaltungskalender, sagte Keß.


Berichte des Vorstands

Weitere Tagesordnungspunkte waren die Verlesung des Protokolls durch Schriftführer Roland Ehrhardt, der Jahresbericht des Vorsitzenden Georg Herrlich, der Kassenbericht durch Schatzmeisterin Gabriele Blank-Henk, der Bericht von Wegewart Manfred Grimmer und der Bericht des Naturschutz- und Wegewartes, den diesmal Manfred Keß für den verhinderten Rudi Bätz abgab.