Voggendorf/Wilhermsdorf — In seiner jüngsten Sitzung hat der Umweltausschuss des Landtags den Antrag der Freien Wähler abgelehnt, der darauf abzielte, im Aischgrund ein Storchenzentrum zu etablieren.
Die FW-Landtagsabgeordnete und Initiatorin des Antrags, Gabi Schmidt aus Voggendorf im Aischgrund, ist laut einer Stellungnahme enttäuscht: "Es war mir eine große Freude, als ich im Sommer fast täglich die vielen Störche und ihre Nachkommen vor meiner Haustür beobachten konnte. Die Tiere sind Ausweis für die intakte Ökologie und ziehen viele Touristen an. Das Storchenzentrum hätte hier geholfen, den Vögeln nachhaltig beste Brutbedingungen zu bieten." Außerdem ist die Abgeordnete fest davon überzeugt, dass das Zentrum der gesamten Region ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gebracht hätte. Harry Scheuenstuhl, SPD-Landtagsabgeordneter aus Wilhermsdorf und Mitglied des Umweltausschusses unterstützte den Antrag von Gabi Schmidt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung mit Schmidt betont er, die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung mit Forschungsmöglichkeiten sei unzweifelhaft. Durch die Nähe zum Landkreis Erlangen-Höchstadt erreiche dieses Zentrum außerdem überregionale Bedeutung. "Verwundert" sind die beiden Abgeordneten laut ihrer Stellungnahme über die Begründung, die zum Nein der CSU beigetragen habe. So hätte der Bürgermeister der Gemeinde Markt Uehlfeld, Werner Stöcker, die Notwendigkeit eines Storchenzentrums in der Kommune nicht gesehen. "Die Staatsregierung hat es sich hier zu leicht gemacht." red