Die Corona-Pandemie war Hauptthema in der April-Sitzung des Knetzgauer Gemeinderats im Ratssaal. Dabei galt es, die Sicherheitsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts einzuhalten.

Die Gemeinde Knetzgau befürchtet, wie sie zu der Sitzung mitteilte, für die Kommunen große finanzielle Schwierigkeiten durch die Corona-Krise. Sie fordert Hilfen von Bund und Land für Städte und Gemeinden. Die zu erwartenden Steuerausfälle seien jetzt schon enorm, hieß es.

Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) führte dazu aus: "Eigentlich sollte der Haushalt noch im April den Gemeinderäten zugesandt werden, aber aufgrund der schwierigen wirtschaftliche Situation ist keine seriöse Finanzplanung derzeit möglich. Wir wollen erst abwarten, wie lange die Ausgangsbeschränkungen und die damit verbundenen Schließungen von Betrieben im Einzelhandel, Gastgewerbe und so weiter andauern. Erst dann sind vernünftige Planungen notwendig."

Die bereits begonnenen Projekte werden laut Gemeinde fortgeführt, aber bei den Projekten, für die lediglich Absichtserklärungen bestehen, sind Verschiebungen im Zeitplan unumgänglich. Dazu gehören die Erschließungen von Baugebieten oder Dorferneuerungen.

Das Gremium beschloss diverse Auftragsvergaben wie Handwerkerarbeiten für den "Schwarzen Adler" in Westheim und das Mehrfamilienhaus in der "Seelohe" in Knetzgau. Auch Planungsleistungen für den Neubau der Kindertagesstätte genehmigte der Rat.

Lebensregion plus

Einstimmig billigten die Gemeinderäte die Fortführung der Ile-Lebensregion plus. Die Evaluierung und ein Strategieworkshop fanden im vergangenen Jahr statt. Die daraus entwickelten Handlungsschwerpunkte sind bessere Zusammenarbeit der Verwaltungen, sogenannte Dorfkümmerer, ein gemeinsamer Newsletter, die Gestaltung des Marswaldes, das geplante Main-Informationszentrum sowie Öffentlichkeitsarbeit und das EU-Projekt Zisterzienser. Die Ile-Lebensregion plus ist ein Zusammenschluss von zehn Kommunen im südlichen Landkreis Haßberge.

Schwierig gestalteten sich laut Bürgermeister Stefan Paulus die Grundstücksverhandlungen, die nötig sind, um das Baugebiet "Höret II" in Knetzgau zu erschließen. Sollten die Gespräche ergebnislos verlaufen, werde man in der nächsten Sitzung am 27. April vorschlagen, das Baugebiet zumindest teilweise aufzuheben.

Die Abschlusssitzung des Gemeinderates für die am 30. April endende Legislaturperiode mit Verabschiedung und Ehrungen werde nachgeholt, aber auf alle Fälle stattfinden, versicherte der Bürgermeister dem Rat. red