Fakten schuf der Gemeinderat Meeder bei seiner jüngsten Sitzung . Er legte fest, wie die Verbesserungsbeiträge für die Kläranlage in Kösfeld auf die Bürger umgelegt werden.

Die Baukosten der Kläranlage der Gemeinde in Kösfeld werden mit rund neun Millionen Euro veranschlagt. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf etwa 2,7 Millionen Euro. Nachdem Kläranlagen als „kostendeckende Einrichtungen“ geführt werden, ist die Gemeinde gezwungen, diese Kosten auf die Bürger abzuwälzen.

Die Frage, die im Gemeinderat geklärt werden musste, war, welcher Schlüssel zwischen Einmalbeitrag und Umlage auf Gebühren, also Verbrauch, angewandt werden soll. Christian Flohrschütz ( CSU ) sprach sich für seine Fraktion für eine 100-prozentige Einmalzahlung aus. Dies würde den Haushalt nicht zusätzlich belasten, die Gemeinde handlungsfähig halten und zu einer zeitnahen Refinanzierung führen.

„100 Prozent sind zu viel“

Gegenwind kam aus Reihen der SPD-Fraktion . Dagmar Escher lehnte das rundweg ab und sagte: „Die Bürger müssen es nicht nur bezahlen, sie müssen es auch bezahlen können.“ Michael Ehrmann ( SPD ) meinte: „100 Prozent sind zu viel.“ Er sprach sich für eine 70:30- oder 60:40-Verteilung aus. Für die Freien Wähler erläuterte Philipp Welsch, dass es innerhalb der Fraktion unterschiedliche Ansichten gebe, man sich aber dem Vorschlag der CSU anschließen könnte. Am Ende wurde mit 10:3 Stimmen (Grambs, Escher, Ehrmann) der Vorschlag der CSU angenommen. Der Beschluss sieht vor, dass die Grundstückseigentümer in drei Raten bezahlen können. Konkret bedeutet das, dass fünf Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche plus 5,40 Euro je Quadratmeter Geschossfläche die Beitragssumme ergeben.

Um eine Erhöhung der Verbrauchsgebühren wird man in Meeder dennoch nicht umhinkommen, da die Planungskosten in Höhe von rund 800.000 Euro nicht über die Verbesserungsbeiträge umgelegt werden dürfen, sondern über die Gebühren refinanziert werden müssen. Auf Nachfrage von Philipp Welsch erklärte Bürgermeister Bernd Höfer ( CSU ), dass es der Gemeinde fernliege, in Härtefällen keine Stundungen einzuräumen.

Höfer sprach mit Sauerteig

Außerdem ging es in der Sitzung um das Wohngebiet „ Meeder Nordost“ und die Bauleitplanung für die „Nahversorgung Wiesenfeld“. Bernd Höfer hielt in diesem Zusammenhang fest, dass es bezüglich der Planungen in Wiesenfeld ein sehr konstruktives Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Coburg , Dominik Sauerteig ( SPD ), gegeben habe. Die anfänglichen Vorbehalte der Stadt hätten ausgeräumt werden können.

Thema Verkehrssicherheit

In Sulzfeld wird es wohl keine Ampel geben. Höfer teilte mit, dass sich nach Rücksprache mit dem Ortssprecher Jan Krauß wohl keine Mehrheit für diese Option finden werde. Er wolle das Thema weiter verfolgen.