Es ist allgemein bekannt, dass man durch eine Sammelbestellung Geld sparen kann. Dies wissen auch die Feuerwehren. Deshalb taten sich die Wehren aus Rödental und Dörfles-Esbach zusammen, um zwei Löschfahrzeuge LF 20 anzuschaffen.

Weitgehend gleiche Aussstattung

Die Fahrzeuge wurden mit weitgehend gleicher Ausstattung bestellt. Nur die Beklebung unterscheidet sich etwas. Jedes der Fahrzeuge hat ein Mercedes-Fahrgestell mit 290 PS unter der Haube, einen 2000-Liter-Wassertank, kann neun Einsatzkräfte zur Einsatzstelle transportieren und kostet rund 405.000 Euro. Durch die Sammelbestellung war auch die staatliche Förderung höher. So wurde jedes Fahrzeug mit 115.000 Euro gefördert, wie zu hören war.

Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit konnten die beiden Fahrzeuge mit den Rufnamen Rödental 41/1 und Dörfles 40/1 im August 2020 abgeholt werden. Seit dieser Zeit haben sie sich schon bei vielen Einsätzen bewährt. Jetzt erst war die offizielle Übergabe am Feuerwehrhaus Dörfles-Esbach .

Der Kommandant der Feuerwehr Dörfles-Esbach , Peter Puff, ging auf die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Rödental ein. Alles andere sei jedoch schwierig gewesen. Seit 2017 sei klar gewesen, dass ein neues Fahrzeug her muss. Durch Kontakte habe man erfahren, dass auch die Wehr in Rödental ein neues Fahrzeug benötigt. Es sei ein Ingenieurbüro ausgesucht worden, das sich mit der Angelegenheit befassen sollte. Dabei hätte es unterschiedliche Preise gegeben, berichtete Peter Puff. Zahlreiche Probleme hätten gemeistert werden müssen. Es habe Besprechungen und Baubesichtigungen im Werk gegeben. „Das neue Feuerwehrauto ist eine Notwendigkeit, die mit viel Arbeit verbunden ist“, gestand Puff.

Sehr moderne Technik

Der Rödentaler Kommandant schilderte das Ganze aus seiner Sicht. „Wir sind stolz auf das Fahrzeug “, sagte Patrick Lesch. Er ging auf die Ausstattung ein. So hat das Gefährt eine moderne Umfeldbeleuchtung und eine computergesteuerte Pumpe, die dem Maschinisten ermögliche, sich anderen Aufgaben im Einsatz zu widmen. Lesch verteidigte die hohen Kosten für das Fahrzeug , auch wenn jeder Rödentaler und jede Rödentalerin rechnerisch 22 Euro für das neue Fahrzeug aufbringen müsse.

Von einem bedeutenden Ereignis sprach Kreisbrandrat Stefan Püls. Die zwei LF 20 seien tolle Fahrzeuge . Und die Feuerwehr brauche auch für ihre vielfältigen Aufgaben die entsprechende Ausstattung. Püls dankte der Stadt Rödental und der Gemeinde Dörfles-Esbach , dass sie die Ausgaben nicht gescheut haben. Landrat Sebastian Straubel freute sich über dieses Beispiel an gelebter kommunaler Zusammenarbeit. Dörfles-Esbachs Bürgermeister Torsten Dohnalek und Rödentals Bürgermeister Marco Steiner betonten beide, dass die Anforderungen für die Feuerwehren enorm gestiegen seien, deshalb sei die umfangreiche Ausstattung wichtig und notwendig.

Der geistliche Segen kam von Gabriele Töpfer von evangelischer Seite und von Peter Tischer von katholischer Seite. mst