Karl-Heinz Hofmann Der Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Kronach erteilte bei der Sitzung am Donnerstag im Rathaus allen sechs vorliegenden Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen. Darunter waren erfreulicherweise auch zwei Anträge auf Errichtung eines Einfamilienhauses, einmal in Mostrach und das zweite Einfamilienhaus soll im Stadtteil Seelach mit Doppelgarage entstehen.

Dagegen konnte einem Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines Bungalows nach Auffassung des Gremiums zum derzeitigen Stand nicht das gemeindliche Einvernehmen erteilt werden. Stadtplaner Daniel Gerber informierte darüber, dass das Bauvorhaben in der Gemarkung Gehülz geplant sei, aber im Außenbereich liege und eine Privilegierung nicht vorliege. Es bestünden grundsätzlich keine Einwände gegen die weitere Nutzung der ehemaligen landwirtschaftlichen Hofstelle. Für den Bungalow-Neubau mit Außenmaßen von 15 mal 15 Metern, der - wie im Antrag dargestellt war - sowohl als Wohnraum als auch als Zimmerei dienen soll, empfahl der Stadtplaner jedoch die Ablehnung.

Die Begründung

Weder in den Proportionen noch vom Baustil her würde sich der Bungalow dem Gebäudebestand unterordnen. Daher sollten bei Weiterverfolgung des Vorhabens, wie in einem Begleitschreiben formuliert, eher die bestehende Scheune und Nebengebäude für eine Neunutzung herangezogen werden.

Außerdem empfahl der Stadtplaner, dem sich das Gremium anschloss, die Klärung der Erschließung mit einer Zufahrt inklusive Beleuchtung, Wasserleitung und Kanal.

Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) ergänzte zum ablehnenden Beschluss, dass man nicht grundsätzlich gegen die Baumaßnahme sei, aber die Planung müsse besser dem Bestand angeglichen werden. Die Kontaktaufnahme des Bewerbers mit seinem Planer wurde empfohlen.

Dem Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Sichtschutzzaunes in der Nikolaus-Schmidt-Straße wurde bei der Gegenstimme von Klaus Simon (SPD) zugestimmt. Trotz der Festsetzungen im Bebauungsplan von maximal 1,20 Metern Zaunhöhe wird an der Stelle, an der der Sichtschutzzaun errichtet werden soll, die Überschreitung auf maximal 1,80 Meter Zaunhöhe für städtebaulich vertretbar gehalten. Dies ergibt sich zum einen aufgrund der vorhandenen engen Grenzbebauung zum Nachbargrundstück und zum anderen wegen der sehr unterschiedlichen gartengestalterischen Sichtweisen sowie der starken Höhenunterschiede (Hangneigung). Dies führte zu der Ansicht, dass es sich um ein berechtigtes Vorhaben handle.

Auch Carport gebilligt

Einem weiteren Antrag auf isolierte Befreiung für die Errichtung eines Carports im Bereich "Äußerer Ring" wurde ebenfalls zugestimmt. Der geplante Standort des Carports mit Abstellraum ist städtebaulich vertretbar.

Winfried Lebok (CSU) ergänzte den Beschluss dahingehend, dass die brandschutztechnischen Vorgaben nach Bayerischer Bauordnung zu beachten seien.

Drei neue Fertiggaragen in Höfles

Einstimmig wurde dem Antrag auf Neubau von drei Fertiggaragen in Höfles das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Zur besseren Einfügung in das dörflich-ländliche Umfeld wird empfohlen, die Fertiggaragen mit einem ziegelroten Satteldach oder einer Dachbegrünung auszuführen. Es ist eine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung mit Retentionsausgleich (Ausgleich von verloren gehendem Rückhalteraum; die Redaktion) erforderlich.