Bundesminister schaut sich in Erlangen um

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Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann begrüßte mit der Erlanger CSU-Kreisvorsitzenden Alexandra Wunderlich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Erlangen. Foto: PR
Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann begrüßte mit der Erlanger CSU-Kreisvorsitzenden Alexandra Wunderlich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Erlangen.  Foto: PR

"Wir stehen im Gesundheitswesen gut da, über fünf Millionen Menschen arbeiten bundesweit in dem Bereich - mit steigender Tendenz. Zum Vergleich dazu haben w...

"Wir stehen im Gesundheitswesen gut da, über fünf Millionen Menschen arbeiten bundesweit in dem Bereich - mit steigender Tendenz. Zum Vergleich dazu haben wir in der Automobilindustrie 800 000 Beschäftigte", machte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei seinem Besuch im Universitätsklinikum Erlangendeutlich.
Der CDU-Spitzenpolitiker kam laut einer Pressemitteilung auf Einladung von Staatsminister Joachim Herrmann nach Franken.
Gröhe wies auf die "demografische Entwicklung als Riesen-Herausforderung unserer Zeit" hin. Darüber hinaus plädierte der Bundesminister für eine "strenge Einhaltung des Datenschutzes und Bewahrung des Datenschatzes. Mit der Digitalisierung von Patienteninformationen und Behandlungsabläufen sowie deren Auswertung setzen wir zunehmend auf Transparenz. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben sämtlicher medizinischen Versorgungseinrichtungen, mit Patientendaten souverän und vertrauensvoll umzugehen."
Eine positive Bilanz lässt sich nach den Worten des CDU-Spitzenpolitikers beim Tabakkonsum verzeichnen. "Gerade im Hinblick auf den Rückgang des Rauchens bei Jugendlichen sind wir höchst erfolgreich gewesen. Hier haben insbesondere die Schulen viel geleistet", sagt der Vater von vier Kindern.
Auch beim Thema Diabetes will Gröhe gezielt ansetzen. "Ich habe unlängst beim Robert-Koch-Institut einen Diabetesatlas in Auftrag geben, der vorbeugend informieren und im Fall der Erkrankung wertvolle Ratschläge von Experten geben soll", erläutert der Gesundheitsminister. Für die Sportprävention ist bereits ein Budget festgesetzt worden: 500 Millionen Euro. Das sei eine Verdoppelung der Pflichtausgaben, die im letzten Bundeshaushalt bereitgestellt wurden. Dazu habe sein Ministerium einen Innovationsfonds für mehr sektorenübergreifende Versorgung (300 Millionen Euro in vier Jahren) auf den Weg gebracht. red