Das Familienbad in Streitberg bleibt dieses Jahr geschlossen. Das beschloss einstimmig der Marktgemeinderat, nachdem der Schwimmbad-Förderverein sein Votum, nicht zu öffnen, durch Christin Kellner (FWW) mitgeteilt hatte. "Die Kleinen bleiben auf der Strecke."

Zwar hat die Verwaltung ein Konzept für eine eingeschränkte Öffnung erarbeitet. Gleichwohl waren mehrere Ratsmitglieder, darunter Gerhard Kraus (BGS) der Meinung: Unter diesen Bedingung bleibt der Badespaß auf der Strecke. Er forderte, alsbald den Architekten für die Sanierung in den Rat zu holen, um das Vorhaben voranzubringen.

Maximal 40 Personen hätten ins Becken gedurft und hätten in Bahnen schwimmen müssen. Gerade das schien dem Rat für Familien mit Kindern ungünstig. Zudem hätte man nur drei Stunden bleiben dürfen. Getrennte Ein- und Ausgänge wären möglich gewesen; sogar sieben Ehrenamtliche habe man für den zusätzlichen Personalbedarf gewinnen können, erläuterte Bürgermeister Marco Trautner (CSU/FWW). "Kein Badebetrieb wie immer", schränkte aber auch er ein.

Zweiter Bürgermeister Konrad Rosenzweig (CSU) wusste, dass Egloffstein vor der selben Entscheidung steht. Selbst mit leerem Becken - und eventuellem Planschen in der Wiesent - wäre der Aufwand nicht geringer. Rosenzweig riet, die ersparten Aufwendungen dem Sanierungskonto gutzuschreiben.

Mehr Fokus auf Spielplätze

Dafür richtet der Marktgemeindertat sein Augenmerk auf die acht Spielplätze. Jugendbeauftragter Carsten Beck hat sich bei den Eltern umgehört. Sie seien nicht ganz zufrieden mit dem Vorgehen der Gemeinde. Sie reagiere erst, wenn Eltern Mängel anmahnten. Beck forderte ein systematischer Vorgehen bei den Prüfungen: regelmäßige Sichtkontrollen durch den Bauhof und einmal jährlich eine externe Prüfung. Zudem sollten Schilder mit Notrufnummern angebracht werden.

Er ist sich sicher, dass die Eltern sich beim Erhalt und Betrieb einbringen werden, wie es derzeit die Muggendorfer mit einer Sammelaktion für ein neues Spielgerät vorgemacht hätten. Besonders auf den naturnahen Spielplatz an der Muschelquelle will die Gemeinde schauen.