Überall sind die Infektionszahlen seit zwei Wochen rückläufig, nur in Stadt und Landkreis Coburg noch nicht so recht. Einer der Gründe dafür ist laut Landratsamt die Briten-Mutante des Coronavirus.

"Der Grund, warum wir aktuell so hohe Inzidenzen in Coburg haben, liegt sicherlich an der britischen Variante, die wir fast nur noch haben", sagte Roswitha Gradl, Leiterin des Gesundheitsamtes Coburg. "Dadurch haben wir das Phänomen, dass oft ganze Hausstände und ganze Familien am gleichen Tag positiv getestet werden. Das war mit dem Wildtyp nicht so." Deshalb betonte Gradl erneut, wie wichtig es sei, die Kontaktbeschränkungen zu beachten, sie seien das "A und O - auch wenn es nach so langer Zeit immer schwerer fällt."

Testangebot erweitert

Nach Angaben des Landratsamtes sind weitere Teststellen hinzugekommen, darunter die Rosen-Apotheke in Rödental-Oeslau (Oeslauer Straße 99). Terminbuchung ist für diesen Standort online möglich unter www.rosenau-apo.de. Alle weiteren Testangebote finden sich auf der Website des Landratsamtes: www.landkreis-coburg.de. (Dort unter dem Punkt "Testen", dann weiter unter "Übersicht über Schnelltestangebote").

Knapp 30 000 geimpft

Mit gestrigem Stand waren 29 921 Menschen in Stadt und Land einmal geimpft, 10 652 bereits volle zwei Mal. Im Moment wird den Angaben zufolge in der Priorisierungsgruppe 2 geimpft, also unter anderem die 70- bis 80-Jährigen. Landrat Sebastian Straubel (CSU) forderte erneut mehr Impfstoff für Coburg, gemeinsam mit den Oberbürgermeisten Dominik Sauerteig (SPD) für Coburg und Frank Rebhan (SPD) für Neustadt sowie den Landtagsabgeordneten Martin Mittag (CSU) und Michael Busch (SPD) und Bernd Reisenweber (Vorsitzender des Gemeindebunds). Straubel habe in der Sache erneut mit Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) telefoniert, heißt es aus dem Coburger Landratsamt.

50-Jährige am häufigsten positiv

Die meisten positiven Corona-Fälle verzeichnete der Landkreis in der vergangenen Woche in der Altersgruppe der 50- und 51-Jährigen. 26 Prozent sind 51 bis 65 Jahre alt, 16 Prozent 19 bis 30 Jahre. In Stadt und Landkreis gelten wegen der anhaltend hohen Inzidenzen weiter die Regeln:

- Kontakte nur mit dem eigenen Haushalt und einer weiteren Person

- Nur Läden des täglichen Bedarfs sind geöffnet (darunter Supermärkte, Drogerien, Apotheken)

- In allen anderen Geschäften gilt "Click & Collect".

- Zudem Ausgangsbeschränkung nach 22 Uhr

Für komplett Geimpfte und genesene Menschen gelten die von der Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossenen Lockerungen, darunter Ausnahmen bei den Ausgangs- oder den Kontaktbeschränkungen oder bei Reisen. red