Der Gemeinderat hatte ein Fachunternehmen mit der Videountersuchung der Ortskanäle beauftragt und war dabei von einer zu befahrenden Strecke von 3500 Metern ausgegangen. Weil aber deutlich mehr Grundstücke über einen Kanalanschluss verfügen, der zu prüfen ist, war eine Freigabe der zusätzlich zu erwartenden Kosten durch den Gemeinderat erforderlich. Matthias Kirchner vom beauftragten Planungsbüro klärte die Räte über die Ursachen dieses zusätzlichen Aufwands auf. Die Gemeinde will im Rahmen dieser Kanaluntersuchungen eine genaue Bestandsaufnahme des Kanalnetzes erhalten.
Der Bürgermeister Alfred Gündling (CSU) berichtete von einer Informationsveranstaltung zum Thema Breitbandförderung. Neben den Ausbauzuschüssen des Freistaates gebe es jetzt eine Möglichkeit ein Unternehmen zu beauftragen, welches "weiße Flecken" in der Versorgung ermitteln soll. Die Kosten werden vollständig aus Bundeszuschüssen bezahlt, so dass die Gemeinde keinen finanziellen Aufwand hat. Der Gemeinderat stimmte zu.
Einer dieser nicht versorgten Bereiche sind die Ramsthaler Aussiedler, bei denen jetzt ein Anschluss möglich wäre. Da hier erhebliche Kosten für die Gemeinde anfallen würden, wurde Gündling noch einmal aufgefordert mit den betroffenen Aussiedlern Kontakt aufzunehmen und eine verbindliche Aussage zum Anschlusswillen einzuholen.


Alles für einen oder teilen?

Der Betreiber der Ramsthaler Windräder Naturstrom stellt einen Fördertopf für gemeinnützige Zwecke in der Gemeinde zur Verfügung. In das mit der Vergabe der Mittel betraute Gremium sollen auch zwei Vertreter der Ramsthaler Gemeinde berufen werden. Dass auch aus Arnshausen Vertreter gesucht werden verwunderte den Zweiten Bürgermeister Martin Thürmer. Nach seiner Kenntnis stünden die 3700 Euro aus dem Fördertopf alleine Ramsthal zu. Dies sei im Vertrag so festgelegt. Naturstrom wolle nun ein Drittel des Betrages Arnshausen zur Verfügung stellen, weil eines der drei Windräder auf der Arnshäuser Gemarkung stehe. Der Bürgermeister erhielt den Auftrag eine Klärung mit Naturstrom herbeizuführen. Als Vertreter der Gemeinde wurden Roland Herterich und Edwin Metzler berufen.
Der Bürgermeister verlas ein Schreiben des Landratsamtes welches auf Grund einer Beschwerde des ehemaligen Leiters Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf erstellt wurden war. Dieter Brand hatte Beschwerde eingelegt, weil der jetzige Ramsthaler Gemeinderat den letzten Bürgermeister Franz Büttner per Beschluss zum Ehrenbürgermeister ernannt hatte. Brand stellte fest, dass es diesen Titel nicht gebe und somit nicht verwendet werden könne. Für ausgeschiedene Bürgermeister sei der Titel Altbürgermeister vorgesehen. Das Gremium nahm das Schreiben zur Kenntnis.


Die Miete wird steigen

Martin Thürmer berichtet aus der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt sei die Planung des Marktes Euerdorf zum Bau eines neuen Rathauses gewesen. Da die Verwaltungsgemeinschaft Mieter im bisherigen Rathaus ist und dieses aufgegeben werden soll, stehen einige Veränderungen an. Thürmer informierte über die räumliche Entwicklung und die Kosten für die VG im jetzigen Gebäude. Obwohl die genutzte Raumfläche seit dem Einzug 1978 deutlich gewachsen ist, sind die Mietkosten gleich geblieben. Ramsthal zahlt momentan einen Anteil von 1533 Euro.
Der Markt Euerdorf hat über die Kosten informiert, die nach einem Umzug in den Neubau zu erwarten sind. Von Ramsthal wären dann 5985 Euro zu zahlen bei einer Flächenerweiterung von 437 auf 570 qm. Alternative Überlegungen die VG in der Einhard-Schule unterzubringen sind nach Ansicht Thürmers wirtschaftlich nicht sinnvoll.


Verkehrsüberwachung

Gündling, dass sich Ramsthal im Rahmen der Allianz Fränkisches Saaletal an einer gemeinsamen Überwachung des fließenden Verkehrs beteiligen könne. Ein privates Unternehmen würde dann Geschwindigkeitsmessungen durchführen und die Gemeinden können Verwarngelder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erheben. Ein Beschluss hierzu wurde durch den Gemeinderat nicht gefasst. hla