Für den Ortsteil Osserich wird eine einfache Dorferneuerung beim Amt für Ländliche Entwicklung eingeleitet. Das war das Ergebnis der Vorstellung der Planung durch Bürgermeister Jochen Trier (FW) und Verwaltungsangestellten Norbert Specht in der jüngsten Sitzung des Wirsberger Marktgemeinderates. Erfreulich dabei sei, dass gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung nunmehr rund 160 000 Euro eingespart werden konnten. So muss die Mauer um den Dorfteich nicht erneuert werden und auch beim Kanal konnten Einsparungen vorgenommen werden.

Die Marktgemeinde rechnet mit einer Förderung von 65 Prozent und der abgeänderte Bauentwurf geht jetzt in die Beteiligung mit den Trägern öffentlicher Belange und zeitgleich wird auch eine Bürgerbeteiligung erfolgen. In Weißenbach will die Marktgemeinde am rechten Ortseingang aus Richtung Osserich gesehen ein kleines Wohnbaugebiet mit einer Größe von knapp 7000 Quadratmetern erschließen. Die Verwaltung wurde ermächtigt, dafür ein Planungsbüro zu beauftragen, das sowohl die Bauleitplanung festlegt als auch die notwendige Erschließung plant. Für die Feuerwehr Wirsberg steht die Neuanschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges HLF 20 an. Wie der Bürgermeister aufzeigte, ist das bisherige Fahrzeug in die Jahre gekommen und hat bald 30 Jahre auf dem "Buckel". Die Neuanschaffung ist deshalb eine dringende Maßnahme, zumal von der Ausschreibung bis zur Auslieferung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges nahezu zwei Jahre vergehen. Was die Kosten angeht, muss mit rund 450 000 Euro gerechnet werden und Bürgermeister Jochen Trier geht davon aus, dass der Markt Wirsberg unter Berücksichtigung der Förderung durch den Freistaat Bayern am Ende trotzdem noch auf 250 000 bis 280 000 Euro "sitzenbleiben" wird: "Es wird für uns eine Herkulesaufgabe, aber der Feuerschutz sollte uns das auch in der Zukunft wert sein." Der Marktgemeinderat gab den Weg für eine europaweite Ausschreibung frei.

Trier lobte die Vorarbeit der Wehr mit ihrem Kommandanten Fabian Hoffmann: "Sie haben sich damit bereits eine Riesenarbeit gemacht und davor kann man nur den Hut ziehen. Sie trauen es sich auch zu, die europaweite Ausschreibung des HLF 20 auf ehrenamtlicher Basis auf den Weg zu bringen." Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist laut Trier durchdacht und zukunftsorientiert: "Es ist eine schlagkräftige Rettungseinheit auch für die Sicherheit unserer Feuerwehr. Damit sind wir auch für die Zukunft gewappnet."

Dürreperiode: Minus beim Forstamt

Die Ausschreibung soll mit einem umfassenden Rettungspaket erfolgen, wobei der Marktgemeinderat dann am Ende mit der Feuerwehr entscheiden wird, auf welche Ausrüstungsgegenstände im Einzelnen verzichtet wird. So lässt man sich auch eine Seilwinde oder einen Wasserwerfer anbieten, um aus einer Entfernung von 70 bis 80 Metern einen Schnellangriff vornehmen zu können. Ferner soll das Angebot auch einen Akku-Löscher für E-Fahrzeuge, eine Hochwasserschutzpumpe, ein Strom-Aggregat und einen Schienensatz enthalten. Zur Kenntnis wurden die Jahresbetriebspläne des Forstamtes genommen. Das Jahr 2020 schloss aufgrund der Dürreperiode und des Käferbefalles mit einem Minus von knapp 5600 Euro ab. Für 2021 wird dagegen wieder mit einem Überschuss gerechnet, der sich allerdings mit 1765 Euro in Grenzen hält. Die Umsetzung des Jahresbetriebsplanes 2021 wird, wie der Bürgermeister ankündigte, in enger Abstimmung mit der für die Marktgemeinde zuständigen Forstbeamtin Anja Mörtlbauer erfolgen.

Für den Neubau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle in Holzbauweise in Osserich mit den Außenmaßen 15,20 Meter mal 7,60 Meter erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen. Für den Neubau wird vorher die bestehende Scheune abgebrochen. Die im Außenbereich von Osserich geplante Maschinenhalle nahm das Gremium vorerst nur zur Kenntnis, weil der Nachweis für ein privilegiertes Vorhaben noch zu erbringen ist und auch die Nachbarbeteiligung fehlt.

Glasfaser fürs Rathaus wird günstiger

"Grünes Licht" gab der Marktgemeinderat für einen Glasfaseranschluss im Rathaus. Wie Verwaltungsangestellter Norbert Specht aufzeigte, wurde durch eine Optimierung des ursprünglichen Trassenverlaufes eine erhebliche Kosteneinsparung erreicht.

Der Markt Wirsberg geht jetzt von Kosten von 42 687 Euro aus, wobei die Gemeinde mit einem Zuschuss von 90 Prozent rechnen kann. Den Auftrag für den Glasfaseranschluss erhielt die Telekom, dabei auch in dem Wissen, dass dafür ein Zeitlimit von fünf Jahren zu gewähren ist. Sabine Leuschner (FW) bat darum, abzuklären, ob im Zuge der Erdarbeiten für den Glasfaseranschluss am Rathaus mit der Verlegung von Leerrohren ein späterer Anschluss für private Grundstückseigentümer möglich ist.

Im Schwimmbad ist die Sanierung der bestehenden Filteranlage notwendig, um auch weiterhin eine hohe Wasserqualität zu gewährleisten. Hier muss mit Kosten von 14 000 Euro gerechnet werden. Leider kann die Gemeinde nicht auf eine Förderung hoffen, da laut Bürgermeister Trier der Fördertopf hoffnungslos überzeichnet ist und allenfalls im nächsten Jahr Aussicht auf eine Förderung besteht. Zweiter Bürgermeister Karl Heinz Opel: "Wir warten auf eine große Sanierung, aber wir können es nicht vor uns herschieben, wir müssen machen."

Die von Gemeinderat Gottfried Luthardt (SPD) vorgeschlagene alternative Lösung, die den Einsatz einer Filteranlage vorsieht, soll von der Verwaltung geprüft werden.