In bewährten Händen bleibt die Verantwortung beim Biertümpelclub (BTC) Garitz: Die 53 anwesenden "Biertümpler" bestätigten bei den Wahlen den kompletten Vorstand um Vorsitzenden Nicolas Sauer im Amt. Sauer bemängelte in seinem Rückblick die zeitraubende und umständliche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, die sich negativ bei Veranstaltungen auswirke.

Mit 218 Mitgliedern hält der BTC Garitz seinen Stand, berichtete Sauer. Er gedachte auch Christa Englbauer, die zwar nicht Mitglied beim BTC war, jedoch "eine langjährige Stütze des Vereins im Servicebereich bei Elferratssitzungen und so manchen Day-After". In diesem Zusammenhang dankte er der Mannschaft um Jochen Wehner, die Jahr für Jahr in der Küche der Turnhalle entsprechend dem Motto der Elferratssitzung für die Verköstigung sorgt.

"Lebhaft und arbeitsreich"

Das Vereinsjahr sei "lebhaft und arbeitsreich" gewesen, sagte der Vorsitzende, und bedankte sich für ein "reibungsloses Miteinander" im Vorstand. Er lobte auch Andreas Kaiser, Florian Kessler und Hans-Jürgen Koch, die im Namen des BTC die "Gemeinschaft der Ortsvereine" leiten. In seiner chronologischen Auflistung begann er beim Rathaussturm 2018, der eher unspektakulär war, aber dank Christian Rüth mit einem politisch-satirischen Zwiegespräch glänzte.

Höhepunkt der Vereinsaktivitäten waren die beiden Elferratssitzungen unter dem Motto "Garitzer Eiszeit - Kissinger zieht Euch warm an", die dank der zahlreichen Helfer auf, hinter und vor der Bühne wieder zu einem großartigen Erfolg wurden. Jedoch legte Nicolas Sauer auch den Finger in eine Wunde als Symbol für nicht abgestimmtes Verhalten von Seiten der Stadtverwaltung. So wurde die Erneuerung der Elektrik für die gesamte Turnhalle zur "Unzeit" begonnen, die die Vorbereitung auf die Sitzungen "in einer Baustelle" zur Folge hatte. Es musste ein Provisorium gezimmert werden, damit die Sicherheit der Akteure gewährleistet war.

Als weiteres Beispiel nannte er die Nutzungsvereinbarung für die Garitzer Turnhalle, in der die Risiken und die Haftung umfassend auf die Vereine übertragen werden sollte - auch hier sei erst nach zeitintensiven Verhandlungen ein Kompromiss erzielt worden. Ein Anhängsel war dann der Faschingsdienstag mit der städtisch organisierten Tanzveranstaltung im Tattersall. "Gefühlt 1000 Jahre Elferratssitzungen" mussten vom Dachboden der Henneberg-Volksschule entsorgt werden, wobei der angemahnte Brandschutz noch einsehbar war. Jedoch bemängelte Sauer auch hier, dass die Stadt nicht mit gutem Vorbild und der Entsorgung von Schulbänken und Stühlen vorangegangen sei. Mit der Plakataktion "Der 11.11. kommt bestimmt" habe man im Sommer auf den Konflikt zwischen Heiligenfeld und der Stadt angespielt und einen deutlichen Fingerzeig auf mögliche Inhalte der kommenden Session gesetzt.

Sauer freute sich über ein gelungenes Helferfest als Dankeschön an alle Unterstützer und über ein "Germanenfest", bei dem die Biertümpler traditionell nach harten Wettkämpfen den "Garitzer Germanenkönig" krönten. Zum Abschluss seines Rückblicks ging Sauer auf die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes ein, wofür erweiterte Führungszeugnisse für die Gardebetreuerinnen dem Landratsamt vorgelegt wurden, und kündigte im Vorgriff auf die Wahl an, dass er erneut, aber letztmalig für das Amt des Vorsitzenden zur Verfügung stehen werde: "Nach fünf Amtszeiten ist es an der Zeit, dem Verein mit einer anderen Führungspersönlichkeit neue Impulse zu geben."