Riedbachs amtierender Bürgermeister Bernd Fischer (CSU) will eine zweite Amtszeit anhängen. Der Zollbeamte führt die Gemeinde seit 2014 und möchte das weiter tun, "um die Gemeinde zukunftssicher aufzustellen". Die größte Herausforderung sieht der 49-Jährige in den Investitionen im Bereich Infrastruktur (Wasser, Kanal, Kläranlage, Straßennetz, Kindertageseinrichtungen). Er will die Bürger nicht finanziell überfordern und möchte Synergien mit anderen Kommunen nutzen. "Interkommunale Zusammenarbeit ist sehr wichtig, meiner Meinung nach unverzichtbar (...). Das Rad muss nicht neu erfunden werden, sondern man kann voneinander profitieren."

Sehr zufrieden ist Fischer mit der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim, wo fähige Mitarbeiter über Gebühr Aufgaben erledigen und Förderprogramme auftun. Ein Handlungsfeld sieht er auch darin, möglicherweise ein Gewerbegebiet zu erschließen.

Die Stärken der Gemeinde? "Die Gemeinde Riedbach liegt logistisch ideal zu den Zentren Schweinfurt, Würzburg, Bamberg, Coburg und Nürnberg. Das ehrenamtliche Engagement ist überproportional. Viele Maßnahmen, etwa im Bereich Dorferneuerung und Kindertagesstätten, wurden schon durch meine Vorgänger abgewickelt."

Bürger sollen mitreden

Um Riedbach für die Zukunft fit zu machen, will Fischer die Bürger mit ihren Kompetenzen bei der Zukunftsplanung einbeziehen. Die Gründung einer Bürgerwerkstatt ist geplant. Dem demografischen Wandel will Fischer entgegenwirken und Riedbach noch attraktiver machen.

Der neue Radweg und Übernachtungsmöglichkeiten kurbeln den Tourismus an. Der ÖPNV ist ausbaufähig. Dem Klimawandel will Fischer durch Aufforstungsprojekte und Energieeinsparungen begegnen. km